- 22.08.2012, 13:33:21
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Industriellenvereinigung zur UBS-Studie: Tatsächliche Kaufkraft gestiegen
Ergebnisse von UBS nicht nachvollziehbar - Massive Rechen- und Datenfehler können nicht ausgeschlossen werden
Utl.: Ergebnisse von UBS nicht nachvollziehbar - Massive Rechen- und
Datenfehler können nicht ausgeschlossen werden=
Wien (OTS/PdI) - Die Industriellenvereinigung (IV) stellt klar,
dass die Ergebnisse der am Montag veröffentlichten UBS-Studie zur
Entwicklung der Haushaltseinkommen nicht nachvollziehbar sind. Die
Tatsächliche Kaufkraft sei im Gegenteil in Österreich im
untersuchten Zeitraum gestiegen. UBS bedient sich für die
verfügbaren Einkommen der Haushalte der Daten von "Euromonitor",
einem privaten Umfrageunternehmen, dessen Daten höchst intransparent
sind. Das Zustandekommen der Daten der Studie wurden der IV auch
nach mehrmaligen Nachfragen weder erklärt noch geliefert. Massive
Rechen- und Datenfehler in der UBS-Studie könnten daher nicht
ausgeschlossen werden. Weder seien laut Eurostat die realen
verfügbaren Haushaltseinkommen in den Jahren 2000-2010 in Österreich
und den andern 10 untersuchten Euro-Staaten gesunken, noch könne
eine Neugewichtung der Inflationsrate (HVPI) nach tatsächlichen
Ausgaben in den verschiedenen Einkommensdezilen die in Wahrheit
gestiegenen realen verfügbaren Einkommen in sämtlichen
Einkommensdezilen ins Negative drehen.
Die offiziellen Daten zu den realen verfügbaren, äquivalisierten
Haushaltseinkommen von Eurostat zeigen jedenfalls ein diametral
anderes Bild: Hier sind die real verfügbaren Einkommen der privaten
Haushalte in den Jahren 2000-2010 bei allen 11 untersuchten
Eurozonen-Mitgliedern (außer in Deutschland in den untersten
Dezilen) in allen Einkommensdezilen gestiegen. Eine genauere
Betrachtung der Inflationsentwicklung in Österreich nach
Einkommensdezilen und Ausgabenkategorien zeigt eine kleine, fast
insignifikant stärker steigende Inflationsentwicklung bei den
Ausgaben des untersten Einkommensdezils (23,7 Prozent seit 2000) im
Vergleich zum obersten Einkommensdezil (21,7 Prozent seit 2010).
Eine erste Schnellauswertung des Wirtschaftsforschungsinstitutes
EcoAustria ergibt für alle Einkommensdezile eine positive
Entwicklung der real verfügbaren Haushaltseinkommen gewichtet nach
tatsächlichen Konsumausgaben der verschiedenen Einkommensdezile in
Österreich in den Jahren 2000-2010. Die tatsächliche Kaufkraft ist
daher seit 2000 in Österreich in allen Einkommensdezilen gestiegen.
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