• 20.08.2012, 09:36:34
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Bundesminister Stöger und Pharmig: Neues Forschungsnetzwerk für Kinderarzneimittel als Private Public Partnership

Gemeinsame Anschubfinanzierung durch Gesundheitsministerium und pharmazeutische Industrie - Je 150.000 Euro pro Jahr in den nächsten fünf Jahren.

Alpbach (OTS) - "Das Gesundheitsministerium wird gemeinsam mit der
Pharmig in den nächsten fünf Jahren den Aufbau eines
Forschungsnetzwerks finanzieren, das Medikamente auf ihre
Kindertauglichkeit prüft", gab Gesundheitsminister Alois Stöger am
Montag in Alpbach bekannt. "Dies ist eine weitere konkrete Maßnahme,
mit der die von mir in Auftrag gegebene Kindergesundheitsstrategie
umgesetzt wird. Das Gesundheitsministerium beteiligt sich die
nächsten fünf Jahre mit je 150.000 Euro an der Gründung des
Netzwerks."

"Bis zu 90 Prozent der Medikamente sind für Kinder nicht
zugelassen", beschrieb Dr. Reinhold Kerbl die aktuelle Situation. Das
berge vielfältige Risiken, so der Präsident der Österreichischen
Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde, da der Organismus eines
Kindes nicht mit jenem eines Erwachsenen vergleichbar sei. "Wir
wollen für unsere Patienten nicht nur die besten, sondern auch die
sichersten Arzneimittel verfügbar machen", so der Pädiater. Eine
ausreichende Versorgung von Kindern mit eigens für sie geprüften und
zugelassenen Arzneimitteln sei nicht nur notwendig, sondern überdies
seit 2007 per EU-Verordnung vorgeschrieben.

"Die pharmazeutische Industrie in Österreich beteiligt sich an der
Finanzierung des Kinderforschungsnetzwerkes im gleichen Ausmaß wie
das Gesundheitsministerium, damit eine Erhöhung der Zahl jener
Medikamente, die explizit auch für Kinder zugelassen sind, realisiert
werden kann", so Dr. Jan Oliver Huber, Generalsekretär der Pharmig.
Neben der Finanzierung sei es vor allem das gemeinsame
gesellschaftspolitische Grundverständnis, dass Studien an Kindern
notwendig sind. Dieses gelte es erst zu erarbeiten, denn bis vor
kurzem galten Studien an Kindern als unethisch. Das geplante
Kinderforschungsnetzwerk werde nicht nur die Versorgung der Kinder
mit für sie zugelassenen Arzneimitteln nachhaltig verbessern, sondern
könne auch als wesentlicher Impuls für den Forschungsstandort
Österreich gewertet werden, betonte Huber bei der gemeinsamen
Pressekonferenz mit Bundesminister Alois Stöger am Rande der
Alpbacher Gesundheitsgespräche.

Die Basisfinanzierung ist notwendig, um das Netzwerk zu
realisieren. Ab 1.1.2018 soll die finanzielle
Selbsterhaltungsfähigkeit erreicht sein. Weiters ist die
Anschubfinanzierung an die Erreichung sieben konkreter messbarer
Ziele gebunden (Details siehe Beilage). Die Aufnahme der operativen
Tätigkeit des Kinderforschungsnetzwerkes ist für 2013 geplant.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Gesundheit
   Mag. Thomas Kvicala, Pressesprecher
   Tel. +43 (1) 711 00-4506
   [email protected]
   
   Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs
   Mag. Barbara Grohs, Communication & PR
   Tel. +43 (1) 40 60 290-20
   [email protected]
   
   Österreichische Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde
   Mag. Claudia Fabisch, Geschäftsstelle für Öffentlichkeitsarbeit und Standesführung
   Tel.: +43 (0) 316/385-12061
   [email protected]

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