- 19.08.2012, 11:00:38
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BZÖ-Bucher: Hartwährungszone statt gefährlicher Schilling-Phantastereien
Kein neuer Freibrief für Griechenland
Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Josef Bucher lehnt weitere
Zugeständnisse an Griechenland kategorisch ab. Griechenland will ja
zugesagte Sparpläne und Reformen nicht einhalten oder auf den Sankt
Nimmerleins Tag verschieben. "Griechenland kann und will die
zugesagten Reformen und Einsparungen nicht umsetzen. Jeden Tag wird
klarer, dass das BZÖ mit seiner seit drei Jahren gestellten Forderung
nach einem Austritt Griechenlands von Anfang an richtig lag. Während
Faymann und Spindelegger auf ein Wunder hoffen und Stronach wie jetzt
auch Strache von einer sofortigen Rückkehr zum Schilling
phantasieren, liegt das BZÖ mit seiner umsetzbaren Forderung nach
einer Hartwährungszone mittels Parallelwährung auf einer Linie mit
immer mehr anerkannten Experten", so Bucher.
Der BZÖ-Chef warnt vor einer weiteren Polarisierung der Diskussion.
"Auf der einen Seite die EUphoriker von SPÖ, ÖVP und Grün, die
weitere Milliarden an Pleitestaaten und marode Banken verschwenden
wollen - auf der anderen die Schillingphantasten von FPÖ und
Stronach, die sofort einen Alleingang Österreichs verlangen. Beide
Wege führen Österreich in eine Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes
und sind abzulehnen. Wenn es um die Zukunft Österreichs und die
Ersparnisse der Bürger geht, hat billiger Populismus nichts verloren.
Das BZÖ steht zu Europa und zum Euro und will genau deshalb die
Schaffung einer Hartwährungszone mittels Parallelwährung".
Bucher begrüßt auch das Umdenken, das innerhalb der konservativen
Parteien in Europa stattfindet. So hat der deutsche
Unionsfraktionschef Volker Kauder weitere Zugeständnisse an
Griechenland abgelehnt. "Die Griechen müssen einhalten, was sie
zugesagt haben, da gibt es keinen Spielraum mehr, weder beim
Zeitrahmen noch in der Sache selbst", sagte Kauder dem "Spiegel" laut
Vorabmeldung vom Sonntag. "Denn das wäre schon wieder ein Bruch von
Vereinbarungen." Die Griechen müssten "irgendwann die Frage
beantworten: Strengen wir uns vielleicht noch mehr an, oder verlassen
wir den Euro?". "Ich will keine Vereinigten Staaten von Europa."
"Auch immer mehr Konservative Parteien übernehmen die Position des
BZÖ. Jetzt gilt es zu handeln. Die österreichische Regierung muss
endlich ein Exitszenario erarbeiten und in Verhandlungen zwecks
Schaffung einer Hartwährungszone treten", verlangt Bucher.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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