• 13.08.2012, 13:09:14
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Neuer Verein koordiniert Pflegetechnologien der Zukunft

Der Verein AAL AUSTRIA wird Synergien zwischen heimischen AAL-Unternehmen schaffen und die Entwicklung von altersgerechten Technologien fördern.

Wien (OTS) - "Ambient Assisted Living" umfasst Methoden, Konzepte,
(elektronische) Systeme, Produkte sowie Dienstleistungen, die das
alltägliche Leben älterer Menschen situationsabhängig und
unaufdringlich unterstützen. Ambient Assisted Living (AAL) hat in den
letzten Jahren eine gewisse Eigendynamik entwickelt. Große
Unternehmen, Klein- und Mittelbetriebe und vor allem
Forschungseinrichtungen setzen auf dieses Zukunftsthema und sehen
aufgrund der Prognosen einen entsprechenden Markt.

Michaela Fritz, Präsidentin von AAL AUSTRIA: "Da die Zielgruppen
sehr stark divergieren haben die Unternehmen und Forscher teilweise
auch sehr unterschiedliche Lösungen erarbeitet. Wichtig ist es jetzt,
modulare und interoperable Ansätze zu finden, sodass die Akteure auf
nationaler und internationaler Ebene abgestimmt an den Technologien
arbeiten können. Einzellösungen haben geringe Chancen am Markt. Daher
wird es auch eine unserer großen Aufgaben sein, Systemarchitekturen,
Standards und Schnittstellendefinitionen zu schaffen."

Hoher Bedarf an AAL-Technologien

Seit 1993 ist die Zahl der Pflegegeldbezieher in Österreich von
230.344 (1/1993) kontinuierlich auf 431.914 gestiegen. Da für viele
Menschen die Versorgung ihrer Angehörigen durch Pflegepersonal in
einem Pflegeheim nicht leistbar ist, werden derzeit rd. 83 % der
Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt.

Aufgrund des demographischen Wandels, der alle Industriestaaten
betrifft und eine längere Lebensdauer und eine Verschiebung der
Alterspyramide nach sich zieht, werden seit Beginn dieses
Jahrtausends verstärkt Technologien entwickelt, die sich um
pflegebedürftige, ältere oder benachteiligte Personen kümmern und die
die gehobenen Ansprüche an die Lebensqualität der betroffenen
Menschen erfüllen. Fritz: "Im Jahr 2060 wird jeder Dritte Europäer
älter als 65 Jahre sein. Vor dieser demographischen Entwicklung
dürfen wir nicht die Augen verschließen, sondern müssen jetzt
gemeinsam an Lösungen arbeiten, wie ein selbstbestimmtes und sicheres
Altern möglich sein wird."

Vernetzung, Austausch und Effizienz

Der Verein AAL AUSTRIA wurde auf Initiative des BMVIT gegründet:
"Forschung für AAL-Technologien ist ein wesentliches Zukunftsthema.
Sie schafft Lösungen für eine der großen Herausforderungen unserer
Zeit - die immer älter werdende Gesellschaft. Mit AAL AUSTRIA haben
wir eine Plattform geschaffen, die zeigt, wie man mit neuen
Technologien wesentliche soziale Innovationen ermöglicht, die die
Lebensqualität älterer Menschen und von Menschen mit besonderen
Bedürfnissen nachhaltig steigert!", so Doris Bures, Bundesministerin
für Verkehr, Innovation und Technologie.

Neben der Präsidentin Michaela Fritz, Head of Health & Environment
Department des AIT Austrian Institute of Technology, fungieren Ingmar
Goetzloff, Leiter des Business Bereiches Development Smart Home
Solutions bei BEKO und Wolfgang Zagler, Leiter des Zentrum für
angewandte assistierende Technologien an der TU-Wien als
Vizepräsidenten.

Um eine möglichst breite Basis für die zukünftige AAL-Community zu
erreichen, haben sich bereits in der Gründungsphase eine große Anzahl
der in diesem Thema führenden heimischen Organisationen und
Unternehmen als Mitglieder gefunden. So zählen neben den Wiener
Sozialdiensten, die JOANNEUM RESEARCH/Institut DIGITAL, die
Österreichische Computer Gesellschaft (OCG), die GIT Gesellschaft für
Informations- und Kommunikationstechnik im OVE, das AIT Austrian
Institute of Technology auch jüngst die Philips Healthcare Österreich
zu den Mitgliedern.

Robert Körbler, Geschäftsführer Philips Healthcare

Österreich: "Neben der Politik, den Pflegeeinrichtungen und
-organisationen können auch die Industrie und Wirtschaft neue
Lösungsansätze anbieten, die dazu beitragen, das Gesundheits- und
Pflegesystem wie auch die Betroffenen zu entlasten. Dazu müssen heute
schon die richtigen, umsetzbaren Konzepte mit allen Akteuren der
Gesundheitsversorgung diskutiert und entwickelt werden."

Telemonitoring und Sensortechnologien

Die verwendeten Techniken und Technologien sind auf den Nutzer
ausgerichtet und integrieren sich in dessen direktes Lebensumfeld.
AAL-Lösungen verbessern den Wohnkomfort und die Sicherheit, fördern
aber auch die soziale Integration und die Kommunikation.
Einzellösungen haben sich in den letzten Jahren bereits am Markt
etabliert. Die Beispiele reichen von simplen Nachtlichtsteuerungen,
über Notruf- und Sturzdetektionssysteme bis hin zu zur Verwendung von
modernen interaktiven und sozialen Medien.

Rückfragehinweis:
Michaela Fritz, Präsidentin von AAL Austria
Wollzeile 1, 1010 Wien
Tel: +43 50550 4402
Mail: [email protected]
Web: www.aal.at

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