- 30.07.2012, 10:39:19
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BZÖ-Bucher: Fekter sieht bei zu hohen Zinssätzen für Dispo-Kredite tatenlos zu
"Es muss eine gesetzliche Begrenzung der Überziehungszinsen sowie eine Begrenzung der Differenz, die zwischen Positiv- und Negativzinsen liegen darf, geben."
Wien (OTS) - "Finanzministerin Fekter sieht bei den derzeitig viel
zu hohen Zinssätzen für Dispo-Kredite tatenlos zu. Warum die
Finanzministerin bei diesem extremen Wucher nicht handelt, ist völlig
schleierhaft. Insbesondere bei Banken, die noch Milliardenhilfen
halten, ist Fekter den Steuerzahlern gegenüber verpflichtet,
einzuschreiten. Denn diese Milliarden-Staatshilfen haben die Banken
letztlich von den Steuerzahlern. Diese Banken greifen damit schamlos
in die Taschen ihrer "Krisenhelfer"", kritisiert BZÖ-Chef Josef
Bucher.
"Überzieht man beispielsweise sein Gehaltskonto bei bestimmten
"Wucherbanken", so werden über 13 Prozent Überziehungszinsen
verlangt. Umgekehrt bekommt man von diesen Banken lediglich 0,125
Prozent Guthabenzinsen, von denen man auch noch 25 Prozent Steuern an
die Finanzministerin zahlen muss. An einem konkreten Beispiel lässt
sich diese Schamlosigkeit der Banken verdeutlichen:
Wenn man beispielsweise ein Jahr lang 2000 Euro auf seinem Konto hat,
bekommt man 2,50 Euro bzw. nach Abzug der Steuern 1,875 Euro.
Demgegenüber kassiert aber die Bank bei einem Prozentsatz von 13
Prozent 260 Euro, wenn man mit dem gleichen Betrag in gleichem
Zeitraum im Minus ist", erklärt Bucher.
Bucher verweist in diesem Zusammenhang auf eine aktuelle Diskussion
in Deutschland, wo die SPD die Banken per Gesetz dazu zwingen will,
die Zinsen für Dispo-Kredite zu beschränken. "Die Finanzministerin
muss daher die österreichische Bevölkerung über die bestehenden
Preisunterschiede informieren und auf der Seite des
Finanzministeriums eine tagesaktuelle Übersicht führen. Zudem muss es
eine gesetzliche Begrenzung der Überziehungszinsen sowie eine
Begrenzung der Differenz, die zwischen Positiv- und Negativzinsen
liegen darf, geben- diese soll bei fünf Prozent liegen", fordert
Bucher.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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