- 28.07.2012, 11:15:54
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Beschneidung - BZÖ-Grosz: "Wird christliche Taufe als traumatisches Ertrinkungserlebnis qualifiziert?"
"BZÖ sieht keinen Anlass für gesetzliche Änderung und fordert ein Ende der schwachsinnigen Debatte"
Wien (OTS) - Heftige Kritik an der aus Deutschland nach Österreich
übergeschwappten Beschneidungsdebatte übte heute BZÖ-Justiz- und
Menschenrechtssprecher Abg. Gerald Grosz. "Diese gesamte Diskussion
ist an grenzenloser Dummheit und Bösartigkeit kaum mehr zu
überbieten. Selbstverständlich wird hier von amtsbekannten Kreisen
versucht, gegen Religionen im Allgemeinen mobil zu machen. Jene
Gruppe, die vor knapp zwei Jahren in NS-Manier Pilgerverbotstafeln in
der Obersteiermark aufgestellt hat, ist es nun auch, die gegen die
religiöse Beschneidungen im Judentum und dem Islam mobil macht. Waren
es vor zwei Jahren christliche Priester, die exakt vom selben
Personenkreis pauschal als Kinderschänder dargestellt wurden, sind es
heute Juden. Genau diese Gruppe wird in absehbarer Zeit auch die
christliche Taufe als traumatisches Ertrinkungserlebnis für
Kleinkinder abqualifizieren", zeigte sich Grosz sicher und betonte
auch angesichts des Absenderkreises der Vorwürfe sein Verständnis für
die kontroversiell diskutierten Äußerungen von Ariel Muzicant.
"Das BZÖ sieht keinen Anlass für eine Änderung der derzeitigen
gesetzlichen Lage und plädiert für ein sofortiges Ende der
schändlichen Sommerlochdebatte. Dieses Land hat andere Sorgen als auf
antireligiöse Komplexe hereinzufallen. Das BZÖ bekennt sich zur
Religionsfreiheit und respektiert die Sitten und Traditionen der
Religionen, die mit der Demokratie und den Menschenrechten im
Einklang stehen. Angesichts des Desasters rund um den ESM und den
drohenden Verlust unserer Währung sollte sich die Politik mit
heutigem Tag wieder den wesentlichen Problemstellungen der
Bürgerinnen und Bürger auseinandersetzen. Jenen nudelsiebtragenden
Querulanten mit dieser Debatte medialen Raum zu schaffen, richtet
sich angesichts viel dringenderer Aufgaben in Österreich auch von
selbst", so Grosz in Richtung österreichische Meinungsmacher.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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