• 24.07.2012, 18:12:28
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Neues Volksblatt: "Letztklassig" (von Michael Kaltenberger)

Ausgabe vom 25. Juli 2012

Linz (OTS) - "Letztklassig" ist für SPÖ-Verteidigungsminister
Norbert Darabos die Sorge von Umweltminister Nikolaus Berlakovich
(ÖVP), dass nach der von Darabos betriebenen Abschaffung der
allgemeinen Wehrpflicht im Katastrophenfall zu wenig Helfer zur
Verfügung sein könnten.
Abgesehen davon, dass Darabos auch viele Bürger beschimpft, die
angesichts der Muren und Überschwemmungen diese Sorge mit Berlakovich
teilen, und bei allem Verständnis dafür, dass der
Verteidigungsminister offensichtlich in Panik gerät, weil ihm ein
Thema für den Nationalrats-Wahlkampf 2013 abhanden kommt, stellt sich
die Frage, was wirklich letztklassig ist: die Sorge um den Verlust
von Katastrophenhelfern oder die Sorge um den Verlust eines
Wahlkampfthemas? Die Bürger werden es entscheiden.
Im übrigen dürfte Darabos in diesen Tagen nicht besonders gut drauf
sein, denn die Entscheidung darüber, ob sein Nein zur Aufnahme von
Flüchtlingen in Kasernen erst- oder letztklassig ist, hat sein
eigener Parteichef Werner Faymann getroffen, der sich im Gegensatz
zum Verteidigungsminister die Unterbringung von Asylwerbern in
Kasernen durchaus vorstellen kann.
Es wird also Zeit für Darabos, seine Politik zu überdenken. Vor allem
in Sachen Wehrpflicht, denn die Sicherheit der Menschen hat Vorrang -
sogar vor dem Wahlkampf, Herr Minister!

Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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