- 24.07.2012, 12:11:24
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Huainigg: Österreich setzt Maßnahmen für Rechte von Menschen mit Behinderungen!
Ministerrat beschließt Nationalen Aktionsplan
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Der Nationale Aktionsplan, kurz NAP, setzt in
acht Kapiteln (Behindertenpolitik, Diskriminierungsschutz,
Barrierefreiheit, Bildung, Beschäftigung, Selbstbestimmtes Leben,
Gesundheit und Rehabilitation, Bewusstseinsbildung und Information)
Maßnahmen für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von
Menschen mit Behinderungen. Getragen wird der NAP von Grundprinzipien
wie gleichberechtigte Teilhabe in allen Lebensbereichen, Inklusion
und Selbstvertretung. "Besonders herausstreichen möchte ich das
Sachwalterschaftsgesetz, das unter Partizipation von Menschen mit
Behinderungen novelliert werden soll. Schon 2013 wird dazu seitens
des Justizministeriums ein Pilotprojekt zur unterstützten
Entscheidungsfindung gestartet. Ein besonders wichtiger Schritt zu
einem selbst bestimmten Leben ist die Persönliche Assistenz in allen
Lebensbereichen, für die bis 2014 eine bundesweit einheitliche
Regelung erarbeitet und im Zuge des Finanzausgleiches umgesetzt
werden soll", umreißt Abg. Dr. Franz-Joseph Huainigg,
Behindertensprecher der ÖVP, zwei der wesentlichen Maßnahmen.
Das Bildungskapitel ist geleitet von der Idee der gleichberechtigten
Teilhabe. Bereits im Jahr 2011 wurde eine partizipative Strategie zur
Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im österreichischen
Schulwesen gestartet. Es soll mit der - laut NAP bis 2020
flächendeckenden - Implementierung von Modellregionen begonnen
werden, um inklusive Schul- und Unterrichtsangebote zu erproben. Auch
vermehrte Schulversuche, besonders in der Sekundarstufe II, sind
vorgesehen. Besonderes Augenmerk wird zudem auf die
sonderpädagogische Aus- und Weiterbildung aller Pädagoginnen und
Pädagogen sowie damit befasster Personen gelegt.
"Hervorheben möchte ich, dass sich das Unterrichtsministerium
verpflichtet hat, die Möglichkeiten der Beschäftigung von Lehrerinnen
und Lehrern mit einer Behinderung sowie eine entsprechende
Adaptierung der Ausbildung zu eruieren. Hier muss dringend eine
Öffnung stattfinden, um die derzeitige berufliche Diskriminierung von
behinderten Menschen zu beseitigen", erklärt Huainigg.
"Ich bin erfreut über den einstimmigen Beschluss im Ministerrat. Die
Umsetzung des NAP ist nur möglich, wenn alle Ministerien mitwirken.
Die Länder sind nun genauso gefordert, am NAP mitzuarbeiten und
eigene Umsetzungspläne zu erstellen. Die wirkliche Arbeit beginnt
erst jetzt!", betont Huainigg und regt abschließend eine Aussprache
zum NAP mit Bundesminister Hundstorfer im Rahmen des
Sozialausschusses an, die für Behindertenvertreterinnen und
-vertreter und Medien öffentlich sein sollte.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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