• 24.07.2012, 11:15:36
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Hundstorfer: Bundesregierung beschließt umfassenden Aktionsplan für Menschen mit Behinderung

Nationaler Aktionsplan Behinderung 2012-2020 ist verbindliches Rahmenprogramm für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Wien (OTS/BMASK) - Der Ministerrat hat heute den Nationalen
Aktionsplan Behinderung bestehend aus 250 Maßnahmen, die nahezu alle
Politik- und Lebensbereiche abdecken, beschlossen. Der NAP
Behinderung ist ein langfristiges, politisch verbindliches
Rahmenprogramm für die Umsetzung und Förderung der
UN-Behindertenrechtskonvention in Österreich. Zu den zentralen
Maßnahmen, die bis 2020 umgesetzt werden sollen, zählen u.a. der
Ausbau der Kinderrehabilitation, die Leistungsverbesserung für Opfer
von Verbrechen, die Reform des Sachwalterrechts und die
Weiterentwicklung der Beschäftigungsoffensive für Menschen mit
Behinderung. "Mit dem NAP werden zahlreiche Verbesserungen für
Menschen mit Behinderung in allen Bereichen des täglichen Lebens
erreicht und teilweise langjährige Forderungen in den Aktionsplan
aufgenommen", erklärt Sozialminister Rudolf Hundstorfer. ****

Im Katalog enthalten sind u.a. eine bundesweit einheitliche
Regelung für die persönliche Assistenz in allen Lebensbereichen und
die Reform des Sachwalterrechts. Großes Augenmerk wird auch auf die
Beschäftigung von Menschen mit Behinderung gelegt: Die
Beschäftigungsoffensive soll weiterentwickelt werden. Zudem sollen
das Jugendcoaching flächendeckend ausgebaut werden. Menschen mit
Behinderungen in einer Beschäftigungstherapie sollen
sozialversicherungsrechtlich abgesichert werden.

Auch bei der Gesundheit und der Rehabilitation sind
Verbesserungen geplant: So ist die Errichtung einer einheitlichen
medizinischen Begutachtungsstelle (Gesundheitsstraße), für
Pensionsversicherung, AMS, Unfallversicherung,
Pflegegeldbegutachtung, Behinderung und Sozialhilfe vorgesehen. Die
kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung soll ausgebaut werden.
Geplant ist weiters auch der Ausbau der psychiatrischen,
onkologischen, ambulanten kardiologischen Rehabilitation.
Das Bundessozialamt soll als Kompetenzzentrum und zentrale
Anlaufstelle für Menschen mit Behinderungen weiter gestärkt werden.

"Besonders positiv bewerte ich den Entstehungsprozess des NAP.
Wir haben neben der Einbindung aller zuständigen Ministerien
besonders großen Wert auf die Partizipation von
Behindertenorganisationen gelegt. Im Rahmen von Diskussionen,
Veranstaltungen und Begutachtungen wurden betroffene Menschen aktiv
in die in die Gestaltung des NAP miteingebunden. Ziel war es, die
Maßnahmen im Behindertenbereich zu bündeln. Jetzt sind alle
Ministerien gefordert, die im NAP festgelegten Vorhaben in ihrem
Zuständigkeitsbereich umzusetzen ", informiert Sozialminister Rudolf
Hundstorfer abschließend.

BMASK-Service: LEICHTER LESEN Version:

Sozial-Minister Hundstorfer: Nationaler Aktionsplan für Menschen
mit Behinderungen wurde beschlossen

Das Sozialministerium hat einen Plan gemacht, welche
Verbesserungen es in den nächsten Jahren für Menschen mit
Behinderungen in Österreich geben soll. Sie sollen genauso wie
nichtbehinderte Menschen in der Gesellschaft leben können. Dieser
Plan heißt: Nationaler Aktionsplan für Menschen mit Behinderungen
2012 bis 2020 - die Abkürzung heißt: NAP Behinderung.

Viele Menschen mit Behinderungen und Behinderten-Vereine haben
dem Sozial-Ministerium mitgeteilt, was für sie wichtig ist. Es hat
auch zwei Arbeitstagungen gegeben, bei denen über alle Themen des NAP
diskutiert worden ist. Das Sozial-Ministerium hat den NAP-Behinderung
erstellt und alle anderen Ministerien haben mitgearbeitet. Alle
Minister gemeinsam haben heute den NAP Behinderung beschlossen.

Im NAP Behinderung steht zum Beispiel, dass es Hilfen für
Menschen mit Behinderungen geben soll, die einen Sachwalter oder eine
Sachwalterin haben. Behinderte Menschen wollen selbst Entscheidungen
treffen können. Wenn es notwendig ist, sollen sie dabei unterstützt
werden. Wie das genau funktionieren kann, muss im Justiz-Ministerium
noch besprochen werden. Menschen mit Behinderungen sollen bei diesen
Gesprächen dabei sein.

Behinderte Kinder brauchen in der Schule oft besondere
Unterstützung. Deswegen hat das Unterrichts-Ministerium einen Plan
gemacht, dass Kinder mit Behinderungen gemeinsam mit
nicht-behinderten Kindern lernen können. Und dass die behinderten
Kinder die Hilfe und Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Mit
einer guten Schulbildung ist es leichter, eine Arbeit zu finden.

Das Sozial-Ministerium unterstützt alles, damit Menschen mit
Behinderungen eine Arbeit bekommen. Besondere Hilfe gibt es für
Jugendliche mit Behinderungen. Es gibt Beratung und Unterstützung bei
der Entscheidung, was behinderte Jugendliche nach der Schule machen
wollen. Zum Beispiel eine verlängerte Lehre.

Das Bundes-Sozialamt unterstützt alle Menschen mit Behinderungen
und hilft ihnen bei ihren Fragen. Zum Beispiel, wenn Menschen wegen
ihrer Behinderung schlechter behandelt werden als nicht-behinderte
Menschen. Oder wenn sie Hilfe am Arbeitsplatz brauchen.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag.a Elisabeth Kern, Pressesprecherin des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2247
www.bmask.gv.at

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