- 23.07.2012, 12:40:21
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WKÖ: FLAF auf seine Kernkompetenzen fokussieren
Gleitsmann: Finanzielle Neuordnung des Fonds wäre höchst an der Zeit
Wien (OTS/PWK510) - Dass beim Familienlastenausgleichsfonds
(FLAF) Umstrukturierungen dringend anstehen, steht aus Sicht der
Wirtschaft außer Zweifel. "Eine finanzielle Neuordnung des
verschuldeten Fonds im Sinne von Leistungstransparenz und
Treffsicherheit wäre höchst an der Zeit", begrüßt Martin Gleitsmann,
Leiter der Abteilung für Sozialpolitik in der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ), die heutige Aussendung von Heinz K. Becker,
Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes. Die Aussagen
wurden auch von der von Familienminister Reinhold Mitterlehner
bereits Ende 2011 präsentierten IHS-Studie bestätigt.
In den vergangenen Jahrzehnten seien diverse Leistungen in den
FLAF verlagert worden, die an der eigentlichen Ausrichtung des Fonds,
nämlich der Gewährleistung von familienbezogenen Leistungen und dem
horizontalen Lastenausgleich zwischen jenen, die aktuell für Kinder
Verantwortung tragen und jenen, für die dies nicht zutrifft, vorbei
zielen, erläutert Gleitsmann. "Die Förderung der Familien ist ein
allgemeines gesellschaftliches Anliegen, deshalb sollte auch die
Finanzierungsbasis entsprechend breit ausgestaltet sein."
Der Familienlastenausgleichsfonds wird bekanntlich zu rund 80 %
aus Dienstgeberbeiträgen finanziert. Gleitsmann: "Damit diese Mittel
genau dort eingesetzt werden, wo sie hingehören, nämlich für die
Unterstützung von Familien, sollte man sich auf die zweckgebundene
Gebarung des Fonds fokussieren und diesen nicht für immer mehr
Fremdleistungen strapazieren. Nur dann können junge Menschen auch
noch in den nächsten Jahrzehnten jene Unterstützung aus dem Fonds
erhalten, die sie brauchen, um den Schritt einer Familiengründung zu
tun", betont Gleitsmann und verweist in diesen Zusammenhang auf die
Forderung der Wirtschaftskammer, das Wochengeld für Unternehmerinnen
an jenes der unselbständig Beschäftigten anzugleichen. (PM)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Dr. Rosenmayr-Koshideh
Abteilung für Sozialpolitik und Gesundheit
T: +43 (0) 5 90 900-4284
E:[email protected]
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