• 23.07.2012, 10:18:08
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Korosec: Minister Stöger soll eigene Präventions-Vorschläge unterbreiten, anstatt erfolgreiche Projekte in Misskredit zu ziehen!

SVA-Modell ist ein hervorragender Ansatz. Wo bleiben Lösungsvorschläge des zuständigen Ministers?

Wien (OTS) - "Gesundheitsminister Stöger hat sich am Wochenende
viel Zeit genommen, um uns allen mitzuteilen: Das Vorsorge-Modell der
Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft (SVA) lehne er strikt
ab, es sei auch für die Gebietskrankenkassen nicht umzusetzen, weil
dort kein Selbstbehalt bezahlt wird. Der zuständige Minister erklärt
uns allen also, wie es seiner Meinung nach nicht geht. Doch
Lösungsansätze, die seiner Meinung nach geeignet wären, bleibt er uns
schuldig. Das ist verantwortungslos", erklärt LAbg. Ingrid Korosec,
Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und
Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes.

"Faktum ist: Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) besteht ein
erfolgreiches Gesundheitssystem aus fünf gleichwertigen Punkten,
nämlich Prävention, Kuration, Rehabilitation, Pflege sowie Palliativ-
und Hospizversorgung. In Österreich funktioniert die Kuration relativ
gut, der Rest wird stiefkindlich behandelt. Während die SVA nun ein
Modell umgesetzt (!) hat, das offensichtlich bestens geeignet ist,
den Präventionsbereich für ihre Mitglieder deutlich zu verbessern,
hat der Gesundheitsminister bis heute nicht einmal eine Idee, wie er
die Prävention der anderen Versicherten ausbauen könnte. Eines kann
man dazu auch gleich festhalten: Die siebenhundertste teure
"Imagekampagne" wird jedenfalls nicht die Lösung sein", so Korosec
weiter.

"Dabei weiß jeder Mensch mit ein wenig Hausverstand: Vorsorgen ist
besser als heilen! Der Gesundheitsminister beschränkt sich jedoch auf
populistische Ablenkungsmanöver, anstatt zuständigkeitshalber die
Situation der Betroffenen zu verbessern. Leider passt dies zur Gänze
in das Bild seiner bisherigen Leistungsbilanz", hält Korosec
abschließend zum Thema Prävention fest.

Auch bei Palliativ- und Hospizversorgung sowie
Pflege-Neuaufstellung ideenlos

"Und auch in zwei weiteren Bereichen, die für ein umfassendes
Gesundheitssystem entscheidend sind, bleibt der Gesundheitsminister
Lösungen Schuldig. In der Palliativ- und Hospizversorgung verweist
der zuständige Minister höchstens auf die Länder-Zuständigkeit, wenn
Bundesländer kundtun, sie seien mit der Finanzierung dieser Angebote
zunehmend überfordert. Frage: Hat er diesen zunehmend wichtigen Punkt
in der für Herbst angekündigten Gesundheitsreform mitbedacht, gar
mitverhandelt? Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im Pflegebereich:
Zwar ist uns allen für Herbst eine Pflege-Strukturreform versprochen,
doch fühlt sich der Gesundheitsminister auch dafür gar nicht
zuständig - obwohl eine Strukturreform ja bedeuten würde, dass
endlich die nötige Verzahnung zwischen Gesundheit und Pflege
vorgesehen wird. Ernsthaft verhandeln, statt Lösungsansätze anderer
rüde zurückzuweisen - das wäre der nun nötige Schritt in eine
gesündere Zukunft aller Generationen Österreichs", fordert Korosec
abschließend den Gesundheitsminister auf, selbst aktiv zu werden.

Rückfragehinweis:
Österreichsicher Seniorenbund
stv. GS Susanne Walpitscheker
Tel.: 0650-581-78-82
mailto:[email protected]
www.seniorenbund.at

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