• 21.07.2012, 12:59:31
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Studie bestätigt: Die jährliche "Alte fressen Junge auf"-Debatte kann man sich getrost sparen!

Wien (OTS) - Becker: Wir bleiben wichtige Reformkraft.
Medien-Vorsatz: Heuer lassen wir die polemischen Wortkreationen
einfach weg!

"Halten die Österreicherinnen und Österreicher den Konflikt
zwischen Jung und Alt für ein nennenswertes Zukunftsproblem? Nein!
Leben die Alten auf Kosten der Jungen? Nein! Das ist das eindeutige
Ergebnis einer österreichweit repräsentativen Studie. Für uns vom
Seniorenbund heißt das: Die jährliche "Alte fressen Junge
auf"-Debatte kann man sich getrost sparen. Und: Der Seniorenbund
bleibt die wichtige Reformkraft vor allem (aber nicht nur) im
Pensionsbereich - zum Vorteil aller Generationen", erklärt MEP Heinz
K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes, zur
aktuellen Studie des Salzburger Wissenschafters Reinhold Popp, der
dazu 1.000 Personen befragt hatte.

"In wenigen Wochen, Mitte August, wird mit Bekanntgabe der
Juli-Teuerung feststehen, wie hoch die statistische Basis für die
Pensionsanpassung 2013 ist. Das ist üblicherweise der Zeitpunkt, an
dem die jährlichen Medien-Debatten losbrechen. Vielleicht hilft diese
aktuelle Studie, dass diesmal die Medien den Vorsatz fassen, sich -
und den Seniorinnen und Senioren - heuer polemische Wortkreationen zu
ersparen", ruft Becker zu mehr Objektivität und Sachlichkeit in der
öffentlichen Debatte auf.

"Gerade erst am vergangenen Donnerstag wurden Zahlen
veröffentlicht, die zeigen, dass die Pensionsreformen der vergangenen
Jahre zu wirken beginnen. Per 1.1.2014 sind schon längst weitere
Reformschritte beschlossen und auch die Reform der I-Pensionen wird
schon kommende Woche vorgelegt und per 2014 wirken. Wir vom
Seniorenbund sind in diesem Prozess treibende Reformkraft, bleiben
auch an weiteren nötigen Änderungen (wie der Anpassung der
Frauenpensionsalter) dran und handeln so zum Wohle aller
Generationen", betont Becker weiter.

Für die mit Sicherheit auch in diesem Jahr bevorstehende Debatte
um die Pensionsanpassung empfiehlt Becker einige Klarstellungen bzw.
die Beachtung einiger Fakten:

"Österreich und Europa sind nicht "überaltert" sondern
"unterjüngt" - die Senioren werden sich kaum für ihre Lebenserwartung
entschuldigen und können auch kaum für die sinkenden Geburtenraten
verantwortlich gemacht werden. Und wenn man von Pensionsanpassungen
spricht, so bedeutet dies immer die nachträgliche Abgeltung der
tatsächlich eingetretenen Teuerung, welche die Senioren also schon
vorfinanziert haben. Die Durchschnittspension lag zuletzt bei 1.074,-
Euro, die Medianpension (die Hälfte hat weniger, die andere Hälfte
mehr Pension) bei 973,- Euro! (Quelle: BMASK, fact sheet Pensionen 1.
Quartal 2012) Und 224.671 Personen (das sind 10,4% der Pensionisten;
Zahlen im Vergleich zu den Vorjahren sinkend!) erhielten nur eine
Ausgleichszulage von durchschnittlich 281,- Euro. Und: Niemand in der
Regierung spricht von einer Null-Runde für Pensionisten. Es gibt seit
dem Reformpaket 2012 vom März einen 5-Jahres-Rahmenplan zwischen
Regierung und der gesetzlichen Interessenvertretung der Senioren, dem
Österreichischen Seniorenrat. Darin findet sich eben keine
Null-Runde, das ist paktiert", stellt Becker schon vorab die
entscheidenden Punkte zur Teuerungsabgeltung der Pensionen und der
dazu regelmäßig recht heftig und teils höchst unsachlich ausfallenden
öffentlichen Debatte klar.

Becker abschließend: "Ein Danke schon vorab für alle
Medienvertreter, die dazu beitragen, dass das Thema
Generationengerechtigkeit seinen Stellenwert behält!"

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
Tel.: 0650-581-78-82, [email protected], www.seniorenbund.at

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