- 20.07.2012, 17:39:21
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- OTS0175 OTW0175
ELGA: Gespräche zwischen Gesundheitsministerium und Ärztekammer
Fünf klare Forderungen
Wien (OTS) - Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) und
Gesundheitsministerium starteten heute, Freitag, neue Gespräche über
die weitere Vorgangsweise rund um die Einführung von ELGA.
Dabei brachte die ÖÄK ihre Bedenken auf den Punkt. Um
sicherzustellen, dass die nach wie vor ungeklärten Fragen effektiv
und in Zusammenarbeit mit Experten lückenlos aufgearbeitet werden,
forderten die Ärztevertreter die umgehende Einrichtung von
Arbeitsgruppen.
Fünf Forderungen der Ärztekammer
- Freiwilligkeit
Nicht nur Patienten, sondern auch Ärzte sollen freiwillig an ELGA
teilnehmen können.
- Sicherstellung ausreichenden Nutzens
Der elektronische Gesundheitsakt muss zeitgemäßen Usability-Standards
entsprechen. Er muss die Arbeit der Ärztinnen und Ärzte erleichtern
und darf keinen weiteren Zeitaufwand zulasten von Ärzten und
Patienten bedeuten.
- Datenschutz und Datensicherheit
Sämtliche Daten dürfen nur verschlüsselt versandt und gespeichert
werden. Darüber hinaus sind alle Verantwortlichkeiten eindeutig zu
definieren.
- Finanzierung
Für niedergelassene Ärzte ist eine Anschubfinanzierung durch die
öffentliche Hand sicherzustellen. Folgekosten, die den Ordinationen
aus der Einführung von ELGA erwachsen, sind in Verträgen mit der
Sozialversicherung zu regeln.
- Probephase
Der elektronische Gesundheitsakt soll in mindestens einer Proberegion
auf seine Praxistauglichkeit getestet werden.
"Minister Stöger kommt mit den heute vereinbarten Expertengesprächen
über die Zukunft des elektronischen Austauschs von Gesundheitsdaten
einer lang gehegten Forderung der Ärzteschaft nach. Nur durch die
rechtzeitige Einbindung ärztlicher Experten lässt sich ein Datenchaos
in den Ordinationen und Krankenhäusern verhindern", äußerte sich der
Präsident der Österreichischen Ärztekammer, Artur Wechselberger. Vom
Ausgang dieser Gespräche machen die Präsidenten der Landeskammern
ihre weitere Position gegenüber ELGA abhängig.
Rückfragehinweis:
Mag. Andrea Riedel
Pressestelle der Österreichischen Ärztekammer
Tel.: 0664/320 76 87
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