• 19.07.2012, 13:03:19
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Schultes: Gutes Einkommen 2011 puffert schwieriges Jahr 2012 ab

Erwirtschaftetes Geld stärkt Betriebe und ländlichen Raum

St. Pölten (OTS) - Die land- und forstwirtschaftlichen Einkommen
sind im Jahr 2011 deutlich gestiegen. Der Grüne Bericht weist ein
Einkommensplus von 34% gegenüber dem Jahr davor aus. Qualität,
Quantität und Preis haben gestimmt. LK NÖ-Präsident Hermann Schultes
ist über dieses Ergebnis erfreut, weist aber gleichzeitig darauf hin,
dass "die Bauern gute Einkommensjahre wie im Vorjahr unbedingt
brauchen, um schlechte Jahre wie 2012 abpuffern zu können."

"Die Landwirtschaft ist mit unternehmerischem Risiko verbunden.
Dabei sind Risiken, wie das Wetter, durch noch so gutes Wirtschaften
nicht beinflussbar", erklärt Schultes. Frost, Dürre und Hagel lassen
die Ernte in einigen Teilen Niederösterreichs heuer sehr dünn
ausfallen beziehungsweise sind die Preise in den Bereichen Milch und
Schwein zurückgegangen. Manche Landwirte müssen extreme Einbußen
hinnehmen. "Umso wichtiger sind gute Jahre, um die
Investitionsfähigkeit zu erhalten und damit die Betriebe dauerhaft
abzusichern und zu stärken. Das deutliche Plus 2011 hat leider bei
vielen noch nicht ausgereicht ihr offenes Minus aus 2009
auszugleichen."

"Das von den Landwirten erwirtschaftete Geld wird in die
Entwicklung und den Ausbau ihrer Betriebe investiert. Damit stärken
sie nicht nur ihre Betriebe, sondern den gesamten ländlichen Raum.
Das Geld bleibt in der Region, wo es Arbeitsplätze sichert und die
Wirtschaftskraft erhöht", so Schultes. Mit einem Umsatz von EUR 2,3
Mrd. ist die niederösterreichische Land- und Forstwirtschaft ein
wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Jährlich werden von den Bäuerinnen
und Bauern rund EUR 570 Mio. investiert. "Die Landwirtschaft muss
auch weiterhin ein Sektor sein, der seine Investitionskraft erhält -
für die Landwirtschaft und für den gesamten ländlichen Raum", so der
Kammerpräsident.

Schultes verweist dabei auch auf die Wichtigkeit der Agrargelder
aus Brüssel, mit denen die Leistungen für die Gesellschaft abgegolten
werden. Diese Mittel helfen den Bauern ihr unternehmerisches Risiko
zu tragen und stärken die Landwirte in ihrer Investitionskraft.
"Leider sind in dieser Periode die Mittel für die
Investitionsförderung bereits ausgelaufen. Umso wichtiger ist es die
Bauern in der nächsten Phase wieder mit derartigen Förderungen zu
unterstützen. Wir brauchen für unsere Betriebe auch in Fragen der
Pauschalierung und des Einheitswertes Klarheit für die Zukunft", so
Schultes abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
DI Ulrike Raser,
Tel. 05 0259 29305, [email protected]

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