- 19.07.2012, 12:24:59
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Pirklhuber: Heuer keine Anbauzulassung für Gentech-Mais
Grüne fordern Umbau der EFSA zu unabhängiger Behörde
Wien (OTS) - John Dalli, der Kommissar für Gesundheit und
Verbraucherschutz, hat die drei beantragten Anbauzulassungen für
Gentech-Mais-Sorten zur erneuten Prüfung an die Europäische Behörde
für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zurückgewiesen und eine erneute
Sicherheitsüberprüfung eingefordert. Die EFSA hat sich für diese
Bewertung eine Frist bis Dezember 2012 gesetzt. 2012 wird es damit
zu keiner weiteren Zulassung einer gentechnisch veränderten Maissorte
in Europa kommen.
"Die Maissorten Bt11von Syngenta und 1507 von Pioneer gefährden damit
vorerst nicht unsere Landwirtschaft, gegen den Monsanto-Mais MON 810
haben wir in Österreich ein nationales Anbauverbot und sind damit
sowieso auf der sicheren Seite", freut sich Wolfgang Pirklhuber,
Landwirtschaftssprecher der Grünen.
Der Gentech-Mais MON 810 ist in der EU bereits zum Anbau zugelassen.
Nun steht aber turnusgemäß eine erneute Überprüfung an. In einigen
EU-Staaten, darunter Österreich, darf MON 810 momentan nicht angebaut
werden, es bestehen nationale Anbauverbote.
"Es ist ein Etappensieg, dass Kommissar Dalli der Erstbewertung der
EFSA misstraut und deshalb eine weitere Prüfung einfordert. Dass
diese Prüfung aber wieder durch die EFSA durchgeführt wird, ist ein
Schildbürgerstreich. Es ist wohl nicht zu erwarten, dass die gleiche
Behörde bei einer zweiten Bewertung zu einer anderen Einschätzung
gelangt, als bei der vorhergehenden Prüfung. Die von
Gentech-Lobbyisten durchsetzte EFSA muss endlich zu einer
unabhängigen Behörde umgebaut werden, die die Interessen der
KonsumentInnen schützt und nicht die der Konzerne", fordert
Pirklhuber.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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