- 17.07.2012, 12:30:31
- /
- OTS0126 OTW0126
Häupl/Vassilakou: Umfassende Volksbefragung kommt - Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung wird umgesetzt
Wien (OTS) - Ab August werden Verkehrsfachleute, darunter unter
anderem VertreterInnen der Verkehrsorganisationen sowie
BezirksvorsteherInnen, ein generelles Konzept für die
Verkehrssteuerung erarbeiten, das den gegenwärtigen und zukünftigen
Anforderungen unserer Stadt gerecht wird. Nach Vorliegen dieses
Konzepts sollen die Wienerinnen und Wiener dazu innerhalb der
nächsten 6 Monate befragt werden. Dabei hoffe man dann auf eine
möglichst hohe Teilnahme der Bevölkerung. Das erklärten Bürgermeister
Michael Häupl und Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou heute,
Dienstag, bei einem gemeinsamen Mediengespräch mit im Roten Salon des
Wiener Rathauses. Zunächst seien die Experten an der Reihe, ein
Konzept zu entwickeln, wobei es um eine Sachentscheidung gehe, die
die Zeit benötigen werde, die ein tragendes Konzept braucht, wie
Häupl betonte. Parallel dazu erfolgt die Ausweitung der
Parkraumbewirtschaftung wie geplant im Herbst 2012. Änderungen der
Regelungen werden mit den Bezirken derzeit abgestimmt.
"Wien braucht eine wirksame Lenkung des Verkehrs. Um in den massiv
überparkten Grätzeln der Westgürtelbezirke die Parkplatznot zu
lindern, sind jedoch Sofortmaßnahmen notwendig. Deshalb ist dort die
Einführung der Parkraumbewirtschaftung unumgänglich", so Wiens
Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou.
Meinung der Bürger zu Sachthema nicht für politisches
Kleingeld missbrauchen
Einmal mehr unterstrichen Bürgermeister und Vizebürgermeisterin, dass
die 150.000 Unterschriften der Wienerinnen und Wiener, die von ÖVP
und FPÖ gesammelt wurden, selbstverständlich ernst genommen werden.
Die beiden Regierungspartner wiesen darauf hin, dass es um die Sache
gehe und nicht darum, politisches Kleingeld zu machen - wie es die
Opposition offenbar seit Wochen versuche.
Änderungen betreffen Preisgestaltung, Dauer und
Geltungsbereich
Bei dem bisher geplanten Modell der Parkraumbewirtschaftung außerhalb
des Wiener Gürtels wird es Änderungen geben: Sowohl bei der
zeitlichen und räumlichen Begrenzung der Parkraumbewirtschaftung als
auch bei der zu zahlenden Abgabe. Gespräche mit den betroffenen
Bezirken werden diesbezüglich geführt. Nachdem eine Einigung erzielt
ist, wird diese dann umgesetzt werden können. "Klar ist, dass wir
nicht gegen den Willen der Mehrheit der Wiener Bevölkerung ein Modell
umsetzen werden. Ebenso klar ist aber, dass unsere Stadt eine
effiziente Verkehrssteuerung braucht. Das bedeutet auch, dass wir
weiterhin alles daransetzen werden, die Öffentlichen Verkehrsmittel
noch attraktiver für die Wienerinnen und Wiener sowie für die
hunderttausenden Einpendler zu machen", so Häupl.
Hintergrund
Die Parkraumbewirtschaftung bringt viele Vorteile und hat sich in
Wien als Instrument zur Verkehrssteuerung bewährt.
o In den Innenbezirken hat die Einführung des Parkpickerls eine
spürbare Verbesserung gebracht. Massiv überparkte Bereiche mit
einer Auslastung von 120 Prozent konnten auf knapp über 80 Prozent
reduziert werden.
o Wien leidet als Ballungszentrum unter einer massiven
Verkehrsbelastung. Täglich fahren rund 350.000 Kraftfahrzeuge nach
Wien hinein. Dieser massive Druck führt besonders in den
zentrumsnahen Gebieten zu Überparkung und zu überhöhter
Schadstoffbelastung der Luft.
o Vor allem in den Bereichen entlang des Westgürtels ist der
Parkraum voll ausgelastet. Diese Bereiche leiden besonders unter
der Verkehrsbelastung.
o Zusätzlich wächst die Stadt jährlich um tausende neue
BewohnerInnen, genauso wie auch die EinwohnerInnenzahl der
Metropolenregion rund um Wien stetig steigt. Die Stadt ist
gesetzlich verpflichtet, Maßnahmen zur Bekämpfung des Feinstaubs
und des Sommerozons zu ergreifen, sonst drohen Strafzahlungen
seitens der EU.
o Eine aktuelle Studie der Universität für Bodenkultur zeigt, dass
die Einführung der Kurzparkzonen auch in den Westgürtelbezirken zu
einer starken Verbesserung der Parkplatzsituation führen würde. So
sind in Bereichen mit Parkraumbewirtschaftung um bis zu 30 Prozent
mehr freie Parkplätze vorhanden als in nicht bewirtschafteten
Bereichen. Zusätzlich würde die Ausweitung der
Parkraumbewirtschaftung zu einer vermehrten Nutzung des
öffentlichen Verkehrs führen und damit zu einer Verkehrsreduktion
in der Stadt.
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.gv.at/rk/ Martin Ritzmaier Mediensprecher Bgm. Michael Häupl Telefon: 01 4000-81855 Mobil: 0664 1177 828 E-Mail: [email protected] Paul Weis Präsidialabteilung des Bürgermeisters Telefon: 01 4000-81846 E-Mail: [email protected] Andreas Baur Mediensprecher Vbgmin Maria Vassilakou Telefon: 01 4000-81691 Mobil: 0664 831 74 49 E-Mail: [email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRK






