• 17.07.2012, 10:38:26
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Mitterlehner und Fekter: Neue Jungunternehmer-Fonds stärken Tempomacher der österreichischen Wirtschaft

Wirtschaftsminister und Finanzministerin unterstützen Wachstum von Österreichs Jungunternehmern - Zusätzlich 110 Millionen Euro an Investitionskraft durch zwei neue Jungunternehmer-Fonds

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und
Finanzministerin Maria Fekter lancieren auf Initiative von
Vizekanzler Michael Spindelegger zwei neue Jungunternehmer-Fonds, um
die innovativen Tempomacher der österreichischen Wirtschaft stärker
zu unterstützen. "Menschen mit Mut, Innovationskraft und
Unternehmergeist sind der Schlüssel zu Österreichs Zukunft. Daher
wollen wir neuen Ideen stärker zum Durchbruch verhelfen und den Weg
vom Garagen-Labor zum Weltmarktführer auch in Österreich leichter
ermöglichen", sagte Mitterlehner am Dienstag bei der gemeinsamen
Präsentation der Jungunternehmer-Offensive mit Fekter. Schon ab dem
nächsten Jahr stehen über zwei neue Fonds zusätzlich 110 Millionen
Euro an Investitionskraft zur Verfügung, die in den Folgejahren
schrittweise in den Markt gebracht werden. Über die Laufzeit der
neuen Fonds wird es somit für Gründer in der besonders schwierigen
Anfangsphase im Schnitt ein doppelt so hohes jährliches
Unterstützungsvolumen wie bisher geben.

"Aufgrund der schwierigen Konjunkturlage, der steigenden
Eigenkapitalanforderungen der Banken und des in Österreich
unterentwickelten Risikokapitalmarkts haben es Jungunternehmer
besonders schwer, an langfristige Finanzierungen zu gelangen", so
Mitterlehner zu den zentralen Herausforderungen. "Wenn nach dem
Startschuss Kapital und Kontakte fehlen, bleiben viele potenziell
erfolgreiche Unternehmen auf halber Strecke stecken. Das wollen wir
künftig verhindern", betonte Mitterlehner. Unterstützend wirken
künftig zwei einander ideal ergänzende Fonds: Ein Gründerfonds über
die Kapitalbereitstellung, während der Business Angel Fund zusätzlich
noch Know-how und Netzwerke in die jungen Unternehmen einbringt.

Neuer Gründerfonds geht Firmenbeteiligungen ein

Der langfristig mit 65 Millionen Euro dotierte Gründerfonds
ermöglicht jenen Jungunternehmern, die in der risikoreichsten,
anfänglichen Phase keine ausreichende Bankfinanzierung erhalten, eine
Risikokapitalfinanzierung über Firmenbeteiligungen. "Die
Beteiligungshöhe bewegt sich jeweils von 100.000 Euro bis zu einer
Million Euro. Bei einem späteren Verkauf fließen die Anteile in den
öffentlichen Fonds zurück und ermöglichen weitere Investments", so
Mitterlehner. Der Gründerfonds konzentriert sich als Alternative zu
privaten Fonds ausschließlich auf Firmen in der Frühphase. Neben der
Kapitalbereitstellung bietet die für die Abwicklung zuständige
Förderbank Austria Wirtschaftsservice (aws) den Zugang zu allen
anderen aws-Angeboten wie der Beratung über den
"Markt.Chancen.Check", um Jungunternehmer optimal bis zum privaten
Kapitalgeber zu begleiten.

Neuer Business Angel Fund verdoppelt private Investitionen

Der mit insgesamt 45 Millionen Euro aus öffentlichen und privaten
Mitteln ausgestattete Business Angel Fund erhöht die
Risikokapitalversorgung, indem die Investitionskraft von Business
Angels verdoppelt wird. Für jeden Euro, den diese wohlhabenden
Privatinvestoren, die früher selbst oft in der Branche tätig waren,
in junge Unternehmen investieren, wird ein weiterer Euro der
öffentlichen Hand investiert. Durch die Einbindung des Europäischen
Investitionsfonds (EIF) und der privaten Business Angels kann eine
Hebelwirkung für die nationalen öffentlichen Mittel im Verhältnis von
rund 1:3 erzielt werden. Erwartet wird eine durchschnittliche
Investitionshöhe von 150.000 bis 300.000 Euro pro Firma. Bei einem
späteren Verkauf sind die Erlöse so wie beim Gründerfonds für weitere
Investments verfügbar.

Neben dem finanziellen Input steht bei Business Angels vor allem das
Einbringen von Know-how und Netzwerken im Vordergrund. "Damit kann
der Weg zur Marktreife und zum wirtschaftlichen Erfolg optimal
unterstützt werden", betont Mitterlehner. Die Abwicklung soll wie
beim Gründerfonds über die Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws)
erfolgen, die derzeit rund 160 Business Angels in ihrem etablierten
Netzwerk vereint. Ein Modell mit derselben Struktur wurde in
Deutschland bereits erfolgreich etabliert.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Sprecher des Ministers: Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 711 00-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at
   
   Bundesministerium für Finanzen
   Pressesprecher der Bundesministerin: Mag. Gregor Schütze
   Tel.: +43/1/514 33-500005
   mailto:[email protected]
   www.bmf.gv.at

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