• 16.07.2012, 11:28:20
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VP-Anger-Koch zur Verabschiedung der Wiener Olympioniken: Wenn die Scheinwerfer abgedreht sind, wird es düster für Wiens Sportler

Wien (OTS) - "Beschämend, allerdings aber auch bezeichnend",
kritisiert die Sportsprecherin der ÖVP Wien , Gemeinderätin Ines
Anger-Koch, die Verabschiedung der Wiener Olympioniken durch
Bürgermeister Häupl - ist dieser doch immer dort zu finden, wo er
sich im Glanze anderer inszenieren kann. Kaum sind die Scheinwerfer
jedoch abmontiert, ist Häupl über alle Berge, so Anger-Koch, während
Wiens Sportler - insbesondere Wiens Schwimmsportler - ihr Dasein im
tristen Wiener Sportalltag fristen müssen.

"Die Schwimmer trainieren in Niederösterreich oder im Ausland, da
Wien hier keine Möglichkeiten bietet. Seit knapp einem Jahr nun
warten Wiens Schwimmer zudem auf die Wiedereröffnung des
Stadthallenbades, das, so steht nunmehr fest, wenn überhaupt, so
jedenfalls nicht mehr 2012 wiedereröffnet wird. Auch das Stadionbad
bietet kaum entsprechende Möglichkeiten für eine professionelle
Vorbereitung. Nach Abbau der Traglufthalle mit Ende April dürfen sich
Wiens Spitzensportler dort mit Wiens Hobbyschwimmern um Bahnen
matchen - zum Leidwesen beider Gruppen. Die Synchronschwimmer haben
in Wien derzeit überhaupt keine Möglichkeit zu trainieren, weil ein 4
Meter tiefes Becken fehlt und die Turmspringer wiederum müssen unter
sportlich kaum zu verantwortenden Umständen im Ottakringer Bad ein
mehr als fragwürdiges Dasein fristen und haben dank der
"hervorragenden Wiener Trainingsbedingungen" erstmals seit 1920 die
Olympiaqualifikation gar nicht geschafft.

Ein Armutszeugnis für Wien, kritisiert Anger-Koch, die darauf drängt
das versprochene Schwimmsportzentrum auch tatsächlich zu
verwirklichen und nicht (ähnlich wie die Idee einer Mehrzweckhalle)
am Misthaufen der Geschichte abzulegen. Dass "nichts gemacht" wird,
so zuletzt der SPÖ Gemeinderat und Präsident des Wiener
Schwimmverbandes Christian Meidlinger, sei, so Anger-Koch, jedenfalls
keine Lösung, auch wenn diese Praxis in der Sportstadt Wien seit
Jahrzehnten so gehandhabt werde.

"Die Infrastruktur des Sports in Wien ist einer selbst ernannten
Sportstadt nicht würdig. Die SPÖ setzt, offenbar ideologisch
motiviert auf Masse statt Klasse und vergisst dabei, dass
Breitensport auch Vorbilder im Spitzensport braucht!", so Anger-Koch
weiter.

Abschließend appelliert Anger-Koch an Bürgermeister Häupl und den
zuständigen Sportstadtrat Oxonitsch sich weniger medial in Szene zu
setzen und stattdessen ordentliche und aufrichtige Unterstützung für
den Wiener Sport zu bieten.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: [email protected]

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