• 16.07.2012, 09:29:19
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Becker ad Wiener Frühpensionen: Bürgermeister Häupl baut auf Schlagzeilen, statt Ergebnisse

Frühpensionierungswelle ihn Wien geht ungebremst weiter, während überall sonst deutliche Erfolge bei der Eindämmung der Frühpensionen erreicht werden!

Wien (OTS) - "Erst am 21. Februar ließ Dr. Michael Häupl,
Bürgermeister und Landeshauptmann Wiens, via Krone verkünden: Er
werde Maßnahmen setzen, um das Pensionsantrittsalter seiner Beamten
auf 60 (!) erhöhen. Knapp fünf Monate später können wir seine Worte
an vorliegenden Zahlen messen: Geht die Entwicklung in Wien wie im
ersten Halbjahr weiter, so wird 2012 die höchste Anzahl an
Frühpensionierungen erreicht, mit einem bisherigen Durchschnittsalter
von knapp 53 Jahren! Damit zeigt sich: Häupl baut auf Schlagzeilen,
statt auf Ergebnisse", bedauert MEP Heinz K. Becker, Generalsekretär
des Österreichischen Seniorenbundes die weiterhin negative
Entwicklung hinsichtlich der Pensionierungen in Wien.

"Während bei den gesetzlichen Pensionen (ASVG, Gewerbe, Bauern)
alleine im ersten Quartal durch weniger Pensionierungen, und im
Schnitt zwei Monate spätere Pensionierungen, schon 100 Millionen Euro
eingespart werden konnten, geht der Trend in Wien bedauerlicherweise
noch immer in die andere - falsche - Richtung. Hinzu kommt: Diese
Pensionierungen erfolgen zudem zu wesentlich teureren Konditionen als
in allen anderen Bereichen - auch bei allen anderen Beamten in ganz
Österreich. Denn Wien weigert sich bekanntlich als letztes Bundesland
bis heute, die Pensionsreform des Bundes auch im Land vollständig zu
übernehmen. Somit kostet Häupls Frühpensionierungspolitik doppelt und
dreifach: Weil man zu früh in Pension geht, weil zu viele zu früh in
Pension gehen und weil die Regeln der entsprechenden
Pensionsberechnung nicht angepasst wurden. Zahlen müssen das alle
anderen", führt Becker weiter aus.

"In Wien behauptet man oft, man wolle an seinen Beamten keinen
'Pensionsraub' begehen. Nun, alle anderen Beamten des Landes haben
die maßvollen und schrittweisen Reformen auch durchgemacht. Und in
Wirklichkeit ist das Wiener Verhalten 'Pensionsraub': Nämlich an
allen, die im gesetzlichen System in Pension sind oder gehen und an
allen Berufstätigen, die diese eigenbrötlerische Vorgangsweise mit
ihrem sauer verdienten Geld durch Steuern finanzieren dürfen. Den
Schlagzeilen müssen nun endlich auch in Wien Taten folgen", fordert
der Seniorenbund-Generalsekretär abschließend die entsprechenden
Maßnahmen auch in Wien umzusetzen.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
stv. GS Susanne Walpitscheker
Tel.: 0650-581-78-82
mailto:[email protected], www.seniorenbund.at

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