• 15.07.2012, 10:33:39
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Mitterlehner: Private Unternehmen müssen ihr Personal selbst aussuchen dürfen

Gesetzliche Frauenquoten und bürokratische Förderpläne für Privatwirtschaft als falsches Rezept - Rahmenbedingungen und Anreize für Aufstieg von Frauen werden laufend verbessert

Wien (OTS/BMWFJ) - Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner will
den Aufstieg von qualifizierten Frauen in Führungspositionen durch
bessere Rahmenbedingungen und gezielte Anreize weiter forcieren,
spricht sich aber gegen Frauenquoten und gesetzlich verpflichtende
Förderpläne für die Privatwirtschaft aus. "Die Unternehmen sind mit
privatem Geld aufgebaut worden, tragen das volle Risiko und müssen
daher weiterhin die Freiheit haben, sich ihr Personal selbst
auszusuchen. Markteingriffe durch Quoten und Förderpläne, die noch
dazu den bürokratischen Aufwand erhöhen, lehnen wir daher ab", betont
Mitterlehner. Es sei zudem kontraproduktiv, die Betriebe in einer
schwierigen Konjunkturlage laufend mit zusätzlichen Forderungen zu
verunsichern, bevor das erst im Vorjahr lancierte
Gleichbehandlungspaket seine volle Wirkung entfaltet habe.

"Weitere staatliche Vorgaben gehen auch deshalb in die falsche
Richtung, weil die Wirtschaft längst erkannt hat, dass Unternehmen
mit gemischten Führungsgremien erfolgreicher agieren. Dazu erhöht der
demographische Wandel den Handlungsdruck, um langfristig genügend
Fachkräfte zu haben", so Mitterlehner. "Entscheidend ist daher, dass
die Rahmenbedingungen und Anreize für den Aufstieg qualifizierter
Frauen weiter verbessert werden. Durch den beschleunigten Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen erleichtern wir kontinuierlich die
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit 2008 wurden für die
Betreuung aller Kinder bis zum Schulbeginn mehr als 30.000 neue
Plätze geschaffen", so Mitterlehner.

"Gleichzeitig setzen wir gezielte Maßnahmen die direkt bei den Frauen
ansetzen", verweist Mitterlehner auf das vom Wirtschaftsministerium
gemeinsam mit WKÖ und IV geschaffene Führungskräfteprogramm
"Zukunft.Frauen", dessen fünfter Durchgang im Herbst 2012 startet.
"Damit unterstützen wir qualifizierte Frauen bei ihrem Aufstieg in
Chefetagen und bereiten sie gezielt für wichtige Management- und
Aufsichtsratspositionen vor", sagt Mitterlehner. Um mt gutem Beispiel
voranzugehen und ein positives Signal zu setzen, hat der Bund zudem
erst im Vorjahr eine Selbstverpflichtung zur Erhöhung des
Frauenanteils in den Aufsichtsgremien von staatsnahen Unternehmen mit
einem Bundesanteil von 50 Prozent und darüber beschlossen.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecher des Bundesministers: 
   Mag. Volker Hollenstein
   Tel.: +43 (01) 711 00-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58
   mailto:[email protected]
   www.bmwfj.gv.at

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