• 15.07.2012, 10:19:53
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VP-Ulm: 363 Frühpensionierungen bis dato in Wien

Für das Jahr 2012 droht neuer Rekord an Frühpensionierungen

Wien (OTS) - Gemeinderat und Mitglied der Gemeinderätlichen
Personalkommission Wolfgang Ulm zog heute Halbjahresbilanz über die
Frühpensionierungen der Stadt Wien. 2012 wurden mit Juli bereits 363
Gemeindebedienstete vorzeitig in den Ruhestand versetzt - erst
Freitag den 13. wurden erneut 50 Gemeindebedienstete in die
Frühpension verabschiedet. "Die Warnungen der ÖVP Wien, es drohe 2012
ein neuer Rekord an Frühpensionierungen, erfährt damit traurige
Bestätigung", so Ulm, der insbesondere kritisiert, dass sich - trotz
der Ankündigung Häupls das faktische Antrittsalter heben zu wollen -
nichts geändert habe. Das durchschnittliche Antrittsalter dieser
frühpensionierten Gemeindebediensteten, so Ulm, beträgt 53,23 Jahre.
"Diese Politik ist verantwortungslos und kostet den Steuerzahler
jährlich viele Millionen Euro. Die Stadt Wien schafft es nicht ihre
Beamten lange genug gesund im Dienst zu erhalten. Bei einem
durchschnittlichen Frühpensionsalter von 53 Jahren fehlen dem Beamten
mehr als 7 Jahre seiner geplanten Lebensarbeitszeit. Diese Jahre
gehen zu Lasten der Gesundheit und der Lebensqualität der Mitarbeiter
und auf Kosten der Steuerzahler", so Ulm weiter, der ein Ende dieser
verantwortungslosen Politik fordert.

"Diese Politik geht zu Lasten zukünftiger Generationen - obwohl der
Eisberg längst in Sichtweite, ist Bürgermeister Häupl nicht gewillt
den Kurs zu ändern. Dringend notwendig ist eine Änderung des
Personalmanagements. Der Trend zeigt in eine bedenkliche Richtung -
jährlich müssen immer mehr Bedienstete aus gesundheitlichen Gründen
vorzeitig in den Ruhestand. Die Versuche, das Problem unter den
Teppich zu kehren, sind damit zum Scheitern verurteilt. Offenbar
kommt die Stadt Wien ihrer Schutz- und Fürsorgepflicht gegenüber den
Mitarbeitern nicht nach", zeigt sich Ulm enttäuscht, der hier endlich
entschlossenes Handeln einfordert. "Ziel müsste es sein, die
Frühpensionierungen auf die Hälfte zurückzudrängen. Das bedeutet,
dass etwa die Anzahl der Frühpensionierungen pro Jahr auf 300 - 350
sinken oder das durchschnittliche Antrittsalter der Frühpensionisten
auf 56-57 Jahre angehoben werden müsste. Bei Erreichen des Ziels wäre
in erster Linie viel für die Mitarbeiter getan und in zweiter Linie
100 Millionen Euro an jährlichen Ausgaben eingespart", so Ulm
abschließend, der auch darauf verweist, dass Wien einzig bei
Frühpensionierungen Spitzenreiter im Bundesländervergleich ist,
während man sonst stets Schlusslicht ist (Beschäftigung,...).

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto: [email protected]

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