• 13.07.2012, 15:37:29
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Bundesheer: Entscheidung über sechs Führungspositionen gefallen

Darabos bestellt zwei Frauen und vier Berufsoffiziere in leitende Positionen

Wien (OTS/BMLVS) - Verteidigungsminister Norbert Darabos hat am
Freitag über die Nachbesetzung von sechs Führungspositionen im
Österreichischen Bundesheer entschieden: Er folgte der Empfehlung
einer unabhängigen Bewertungskommission und bestellte Birgit Wollein
zur Leiterin der Abteilung Zentrale Technische Angelegenheiten und
Christina Fellner-Rapp zur Leiterin der Kaufmännischen Abteilung im
Verteidigungsministerium. Weiters wurden vier militärische Posten neu
besetzt. Zum neuen Leiter der Generalstabsabteilung wurde Oberst
Bruno Hofbauer ernannt. Brigadier Peter Resch wird zum Leiter der
Gruppe Grundsatzplanung bestellt. Neuer Kommandant der
Heeresunteroffiziersakademie in Enns wird Oberst Nikolaus Egger und
Tirols stellvertretender Militärkommandant wird Oberstleutnant
Gerhard Pfeifer.

Gleichbehandlung und Frauenförderung

Zwei Frauen in Führungspositionen - damit realisiert das
Verteidigungsministerium eines der Ziele des Frauenförderungsplans,
den Frauenanteil v.a. in Führungspositionen anzuheben.

Die Technikerin Birgit Wollein, geboren am 4. März 1972, ist seit
2003 im BMLVS tätig. Zwischen 2003 und 2008 war sie Referatsleiterin
im Amt für Rüstung und Wehrtechnik. Seit 2008 leitet sie das Referat
Standardisierung in der Abteilung Programmplanung des BMLVS. In
dieser Funktion war sie hauptsächlich für die Verbesserung der
Zusammenarbeitsfähigkeit des Österreichischen Bundesheeres bei
Auslandseinsätzen und internationalen Übungen verantwortlich. Die
Wienerin absolvierte nach ihrem Doktoratsstudium der technischen
Wissenschaften zahlreiche Aus- und Weiterbildungen im In- und
Ausland.

Die Juristin Christina Fellner-Rapp ist seit 1998 im BMLVS
beschäftigt, seit 2001 als Referatsleiterin. Von 2008 bis 2011 war
sie Leiterin des Referats Einkauf in der Kaufmännischen Abteilung des
BMLVS. Seit April 2011 ist sie stellvertretende Abteilungsleiterin.
Die Wienerin wurde am 28. November 1974 geboren. Sie ist verheiratet
und hat eine vierjährige Tochter.

Oberst Hofbauer neuer Leiter der Generalstabsabteilung

Oberst Bruno Hofbauer, geboren am 24. März 1964, absolvierte die
Theresianische Militärakademie von 1989 bis 1992. Nach fünf Jahren in
verschiedenen Kommandantenfunktionen beim Gardebataillon in Wien
qualifizierte sich Hofbauer für den Generalstabslehrgang, welchen er
2000 erfolgreich beendete. Nach seiner Tätigkeit als
stellvertretender Chef des Stabes im Wiener Militärkommando folgte im
Oktober 2001 der Wechsel als Referatsleiter in den Generalstab des
Verteidigungsministeriums. Besondere Auslandserfahrung konnte er
während seiner dreijährigen Tätigkeit als Planungsoffizier bei der
Militärvertretung in Brüssel sammeln. Seit März 2011 ist Hofbauer
stellvertretender Leiter der Generalstabsabteilung. Durch die
Bestellung von Brigadier Rudolf Striedinger zum Militärkommandanten
von Niederösterreich ist Hofbauer seither mit der Führung der
Generalstabsabteilung beauftragt. Der gebürtige Grazer lebt in
Stockerau. Er ist verheiratet und hat ein Kind.

Gruppe Grundsatzplanung neu besetzt

Brigadier Peter Resch wurde am 29. April 1955 in Wien geboren. Nach
dem Besuch der Theresianischen Militärakademie musterte er 1979 zur
Jägerschule in Saalfelden aus. Dort wurde er in mehreren
Kommandantenfunktionen verwendet. Danach wechselte er auf die
Militärakademie als Lehr- und Ausbildungsoffizier. Von 1985 bis 1988
absolvierte er den Generalstabslehrgang an der
Landesverteidigungsakademie. Von 1993 bis 1996 kehrte er als Chef des
Stabes an die Militärakademie zurück. Ab Juni 2000 war er zwei Jahre
stellvertretender Abteilungsleiter im Verteidigungsministerium. Seit
Oktober 2011 führt er interimistisch die Gruppe Grundsatzplanung.

Resch hat Einsatzerfahrung und darüber hinaus internationale
Ausbildungen im Ausland absolviert. Sein erster Auslandseinsatz 1983
führte ihn im Rahmen der UNO ein halbes Jahr nach Syrien. 1991 bis
1993 war er UNO-Beobachter in Zypern. 2001 besuchte er ein Jahr den
amerikanischen Generalstabslehrgang. Von 2007 bis 2011 war Resch
Verteidigungsattache in Washington. Er ist verheiratet, hat drei
Kinder und lebt in Neunkirchen.

Kommandant Heeresunteroffiziersakademie

Oberst Nikolaus Egger wurde am 19. Mai 1956 in Matrei in Tirol
geboren. Er absolvierte von 1976 bis 1979 die Theresianische
Militärakademie in Wiener Neustadt und kam anschließend zum
Landwehrstammregiment 61 nach Innsbruck. Dort durchlief er mehrere
Kommandantenfunktionen. Von April 1999 bis September 2001 arbeitete
er als Stabsoffizier bei der 6. Jägerbrigade. Von Oktober 2001 bis
April 2005 führte er als Kommandant das Stabsbataillon 6 in
Innsbruck-Kranebitten. Von Mai 2005 bis Dezember 2007 war er
stellvertretender Kommandant der 6. Jägerbrigade in Innsbruck.

Egger zeichnet sich durch eine mehrjährige Auslandserfahrung aus. So
war er 1989 ein halbes Jahr im Auslandseinsatz in Zypern. 1993 führte
ihn sein Weg ein Jahr als UNO-Beobachter nach Israel und im Mai 1996
ein weiteres Jahr im Rahmen der UNO nach Syrien. Seit Jänner 2008 ist
Egger Verteidigungsattache in Tel Aviv/Israel. Egger wohnt mit seiner
Frau in Innsbruck und hat zwei Kinder.

Neuer stellvertretender Militärkommandant in Tirol

Oberstleutnant Gerhard Pfeifer musterte 1988 zum ehemaligen
Jägerbataillon 21 in Kufstein aus und war dort zehn Jahre in
verschiedenen Funktionen eingesetzt. In St. Johann in Tirol war
Pfeifer zusätzlich Einsatzleiter des Lawineneinsatzzuges und auch
Mitglied der örtlichen Lawinenkommission. Pfeifer ist
Heereshochalpinist, Heeresschilehrer, ABC-Abwehroffizier sowie
Informationsoffizier und war mehrmals als Lehroffizier an der
Heeresunteroffiziersakademie tätig. Von 1998 bis 2002 führte Pfeifer
die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit im Kommando der 6.
Jägerbrigade.
Besondere Auslandserfahrung sammelte er 1999 beim Einsatz in Bosnien
und Herzegowina.
Im September 2006 übernahm Pfeifer den Posten des Einsatzoffiziers
für Luftaufklärung im Streitkräfteführungskommando. Von September
2007 bis Juni 2008 war er stellvertretender Kommandant der
Jägerschule in Saalfelden. Im September 2009 übernahm er das Kommando
über das Jägerbataillon 24 in Lienz. Der zweifache Familienvater
wurde am 29. Mai 1964 in St. Johann in Tirol geboren und lebt in
Kirchberg in Tirol.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport
Kommunikation / Presse
Tel.: +43 664-622-1005
mailto:[email protected]
http://www.bundesheer.at

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