- 12.07.2012, 12:41:42
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Khol: Unsere Verantwortung für Enkelkinder reicht direkt in die Politik!
Studie belegt: Großeltern prägen die Werte ihrer Enkelkinder - und damit auch ihr politisches Wahlverhalten.
Wien (OTS) - Heute stellten Dr. Franz Witzeling und Mag. Daniel
Witzeling, vom HUMANISTITUT, ihre aktuelle Studie "Oma- und
Opa-Effekt: Wertehaltung der Enkel wird von Großeltern geprägt" bei
einer Pressekonferenz in Wien vor. Für die begleitenden Worte konnte
Dr. Andreas Khol, Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes
und amtierender Präsident des Österreichischen Seniorenrates,
gewonnen werden, der einleitend betonte: "Bei dieser Studie handelt
es sich keineswegs um eine Auftragsarbeit des Seniorenbundes, wir
bezahlen auch nicht dafür. Diese Feststellung ist wichtig, um die
durchaus deutlichen Ergebnisse in den Vordergrund zu rücken."
Bei dieser Gelegenheit stellt Khol fest:
"Die heute vorgestellte Studie zeigt Folgendes deutlich:
1. Es gibt erwiesener Maßen einen regen und wertvollen Meinungs-
und Wissensaustausch zwischen Großeltern und Enkelkindern.
2. Die Werteprägung durch die Großeltern hat großen Einfluss auf
die Wahlentscheidung der Enkel. Das heißt nicht immer, dass sie
dann dasselbe wählen wie ihre Großeltern - sondern es heißt,
dass sie von den Großeltern lernen sich bewusst mit dem Thema
auseinander zu setzen.
3. Der Seniorenbund wird als sehr erfolgreich in der Durchsetzung
seiner Anliegen bewertet. Dieses Ergebnis sehe ich allgemein für
die sozialpartnerschaftliche Interessenvertretung der Senioren -
ähnlich wie die "alten" Sozialpartner genießt auch der relativ
junge Sozialpartner Seniorenrat (und wohl auch die
Bundesjugendvertretung) in der Bevölkerung mit 70% Zustimmung
größeres Vertrauen als z.B. Parteien oder kirchliche
Einrichtungen."
4. Die Bevölkerung hat den Wunsch, dass Wissen und Erfahrung der
Älteren aktiv in Wirtschaft und Gesellschaft eingebracht werden
und hat dazu auch konkrete Präferenzen wie flexiblere
Arbeitszeiten für Ältere.Aus den Ergebnissen der aktuellen Studie zieht der
Seniorenbund-Obmann stellvertretend für die mehr als zwei Millionen
Seniorinnen und Senioren in Österreich folgende Schlüsse:
"Daraus schließen wir ganz klar:
1. Der Generationenvertrag lebt: Die Generationen leben
miteinander. Die Senioren kennen die Wünsche, Sorgen und
Anliegen ihrer Enkelkinder - interessieren sich daher nicht nur
für ausschließliche Seniorenthemen (und umgekehrt!). Das in der
Werbung propagierte 'Geiz-ist-geil-Prinzip' in dem das Kind dem
Vater kein Stück vom Kuchen abgeben will, womit dieser dringend
ein Vorsorgeprodukt kaufen müsse, um später sicher zu sein,
entspricht nicht der Realität, sondern ist eben nur eine
Werbebotschaft.
2. Die Senioren erheben zu Recht den Anspruch auf ein allgemeines
politisches Mandat: Wir haben nicht nur zu Pensionen oder Pflege
eine Meinung! Weil wir unsere Enkel kennen und uns um sie
sorgen, kämpfen wir regelmäßig auch für die Durchsetzung ihrer
Anliegen.
3. Die Seniorenvertretungen erhalten ein gutes Zeugnis,
insbesondere wird die sachpolitisch objektive Zusammenarbeit
zwischen Karl Blecha und dem Seniorenbund in hohem Maße
anerkannt: Das bedeutet, dass endlich die Seniorenvertreter als
vollwertige Sozialpartner angesehen werden - wie auch die
Bundesjugendvertretung."
4. Die aktive Nutzung der Senioren-Erfahrung - insbesondere im
Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft - wird mit großer Mehrheit
gewünscht. Dies ist der Auftrag zur Erledigung wichtiger
Reformen: Flexible Arbeitszeitregelung für Ältere, Schaffung
einer sachgerechten neuen Altersteilzeit, Schaffung eines echten
Bonussystems für freiwilliges Länger-Arbeiten, Abschaffung der
ungerechten Wegfallensbestimmungen (gerne Zuverdienstgrenzen
genannt) und Schaffung von Plattformen für Senioren-Profis die
durch Coaching und Beratung den Unerfahrenen helfen können."Abschließend betont Khol:
"Die aktuellen Studien-Ergebnisse bestärken uns in unserer
Einstellung: Die Familie ist die wichtige Keimzelle unserer
Gesellschaft wo die wichtigsten Werte vermittelt werden - und ohne
die Seniorinnen und Senioren ist die Familie nicht komplett.
Großeltern sind keine Monster, die ihren Jungen durch den
Pensionsbezug die Zukunft rauben - sondern sie sind aktiver,
unterstützender und wichtiger Teil in und für die Familien. Ganz
besonders für ihre Enkelkinder. Und: Die Ergebnisse der vorliegenden
Studie haben uns nicht wirklich überrascht - wir kennen den positiven
Einfluss der Älteren auf die Jungen (und umgekehrt!). Doch erscheint
es dringend nötig, dieses 'Bauchwissen' auch in der Öffentlichkeit zu
etablieren - denn die veröffentlichte Meinung widerspricht den heute
präsentierten Ergebnissen oft deutlich."
Die Inhalte der Studie erfragen Sie hier: HUMANISTITUT (Klagenfurt
& Vienna), "Independent Science Network", Markt- &
Meinungsforschungsinstitut, Dr. Franz Witzeling, 0664-522-49-30,
www.humanistitut.at
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund, stv. GS Susanne Walpitscheker,
0650-581-78-82, [email protected], www.seniorenbund.at
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