- 11.07.2012, 14:18:31
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Seniorenbund bewertet Projekt "migrants care" positiv - Zusätzliche Schritte werden nötig sein.
Staatsekretär Kurz setzt in seinem Bereich wichtige Akzente. Reformen zu gesamter Pflege-Ausbildung weiter offen.
Wien (OTS) - "Das heute von Staatssekretär Kurz gemeinsam mit den
Hilfsorganisationen vorgestellte Projekt 'migrants care' wird vom
Österreichischen Seniorenbund positiv aufgenommen. Der Staatssekretär
setzt damit in seinem Verantwortungsbereich wichtige Akzente zur
Lösung des Pflegekräftemangels. Leider sind jedoch weitere Reformen
zur Pflege-Ausbildung ebenso wie zur Neuregelung der Kompetenzen für
Pflege(fach)kräfte noch immer nicht in Sicht. Wir appellieren daher
an die jeweils zuständigen Verantwortungsträger (bes. Gesundheit,
Soziales), hier ebenso engagiert nach Lösungen zu suchen", erklärt
LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des
Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener
Seniorenbundes.
An vier konkreten Beispielen erklärt Korosec, wie vielfältig die
Problemstellungen im Bereich der Pflege-Ausbildung bzw der
Neuregelung der Kompetenzen von Pflege(fach)kräften sind:
1. Zuletzt wurden z.B. für einige Medizinberufe (Röntgen) neue -
umfassendere - Kompetenzen beschlossen. Den Pflegehelferinnen ihre
Arbeit einfach unter Fach-Begleitung, nicht wie bisher unter
Fach-Aufsicht, zu gestatten, dazu ringt sich aber niemand durch.
2. Wenn frühzeitig Pensionierte ASVGler sich als Schiedsrichter
(!) Geld dazu verdienen, dürfen sie das eineinhalbfache der
Geringfügigkeitsgrenze verdienen, bevor sie die Pension verlieren.
Wenn dieselbe Person aber im Bereich von Pflege und Betreuung tätig
ist, verliert sie schon mit der einfachen Geringfügigkeitsgrenze die
gesamte Pension. Das ist absurd.
3. Wenn man sich mit 15 für eine Berufswahl entscheidet, kann man
alles lernen. Nur Pflege nicht - das geht erst ab 17. In genau diesen
zwei Jahren müssen die jungen Menschen einen anderen Weg einschlagen,
bleiben dann oft in diesem anderen Bereich hängen.
4. Wer möchte, dass Ausbildungskosten im Pflegebereich vom AMS
getragen werden, muss erst arbeitslos werden. Den bisherigen Job
(reduziert) zu behalten und nebenbei eine kostenlose
Pflege-Ausbildung zu machen, ist nicht möglich.
"Diese Liste ließe sich leider lange fortsetzen. Wir sind für den
wichtigen Einsatz von Staatssekretär in diesem unverzichtbaren
Bereich dankbar. Jetzt sind die Verantwortlichen in Gesundheit und
Pflege dringend aufgerufen, auch in ihren Bereichen die nächsten
Schritte zu setzen", fordert Korosec abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund,
stv. GS Susanne Walpitscheker,
Tel.: 0650-581-78-82, [email protected], www.seniorenbund.at
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