- 10.07.2012, 12:16:49
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SJÖ: Geld dort holen, wo es ist: Vermögen besteuern!
Trotz Krise: Neben Immobilien und Einkommen auch Sparguthaben immer ungleicher verteilt
Wien (OTS) - Einmal mehr ein Plädoyer für die schleunigste
Einführung einer Vermögenssteuer hält Wolfgang Moitzi, Vorsitzender
der Sozialistischen Jugend Österreich. Jüngster Anlassfall ist eine
Studie der OENB zur Ungleichverteilung der Sparguthaben. "Nicht nur
bei Immobilien und Einkommen, auch bei den Spareinlagen ist in den
letzten Jahren die Ungleichverteilung erheblich angewachsen. Höchste
Zeit, das wachsende Vermögen der Reichen endlich stärker zu
besteuern. Das tut niemandem weh, bringt aber viel", betont Moitzi.
Während der Anteil von Sparkonten mit weniger als 100.000 Euro am
Gesamtvolumen 5 Prozent einbüßte, legten Sparkonten mit mehr als
100.000 Euro um 27 Prozent zu. Der Gini-Koeffizient, das Maß der
Ungleichverteilung, habe sich im Zeitraum von 2002 bis 2011 von 0,58
auf 0,61 vergrößert, ist der Studie zu entnehmen.
Der Großteil der Sparkonten berge nur bescheidene Summen, während ein
kleiner Teil der Sparkonten immer größere Vermögenswerte auf sich
vereine. "Die wachsende Schere zwischen den Superreichen und der
breiten Masse der Bevölkerung macht einmal mehr klar, woher das Geld
für Investitionen oder die Reduzierung der Staatsschulden kommen
muss: von den Vermögenden", bekräftigt Moitzi. Die Sozialistische
Jugend trete daher weiterhin für die Einführung einer Vermögenssteuer
ab einem Freibetrag von 500.000 Euro ein und fordert eine stärkere
staatliche Kontrolle von Finanzinstituten, damit "nicht immer
Verluste verstaatlicht werden, Gewinne aber privat bleiben".
Rückfragehinweis:
Sozialistische Jugend Österreich
Boris Ginner
SJ-Pressesprecher
Tel.: +43 664 / 560 49 87
mailto:[email protected]
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