- 09.07.2012, 14:16:32
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Mitterlehner: Teilzeitarbeit unterstützt Wiedereinstieg und gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Teilzeit orientiert sich an Lebensrealitäten von Familien - Nachfrage übersteigt Angebot - Mix aus Geld-, Steuer- und Sachleistungen verbessert Rahmenbedingungen für Familien
Wien (OTS/BMWFJ) - "Teilzeitarbeit aus ideologischen Gründen
schlecht zu reden, bedeutet die Wünsche von Familien zu ignorieren
und geht an der Realität vorbei. Viele Eltern wollen Teilzeit
arbeiten, weil sie dadurch mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen
können. Ein weiterer Grund für Teilzeitarbeit ist, dass sich damit
Familie und Beruf einfacher miteinander vereinbaren lassen. Das gilt
vor allem für den Wiedereinstieg nach der Karenz", sagt Wirtschafts-
und Familienminister Reinhold Mitterlehner zur aktuellen Debatte um
den Wert der Teilzeit. Für den falschen Weg hält Mitterlehner in
diesem Zusammenhang Zwangsverpflichtungen für Unternehmen und das
Beschneiden der Entscheidungsfreiheit von berufstätigen Eltern. "Die
Wirtschaft lebt von Freiheit, dasselbe gilt für unsere Familien",
stellt Mitterlehner klar. "Wir setzen daher bei der Familienförderung
auf einen Mix aus Geld- und Sachleistungen, zum Beispiel mit dem
weiteren Ausbau von bedarfsgerechten Kinderbetreuungsplätzen. Die
gemeinsam mit den Ländern finanzierte Ausbauoffensive für
Kinderbetreuungsplätze verbessert das Angebot kontinuierlich", so
Mitterlehner.
Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) unterstreichen, dass Teilzeit
gewünscht wird und den Lebensrealitäten entspricht. Demnach haben im
Vorjahr 16 Prozent aller Arbeitssuchenden Teilzeitstellen gesucht,
allerdings waren nur 14 Prozent aller dem AMS gemeldeten Stellen
Teilzeitstellen. Es konnten also nicht alle Wünsche befriedigt
werden. "Die Menschen wollen mehr Teilzeit, nicht weniger", so
Mitterlehner. Auch aus gesamtwirtschaftlicher Sicht ist
Teilzeitarbeit positiv zu bewerten. "Durch Teilzeitarbeit können
Arbeitskräfte mobilisiert werden, die bisher gar nicht im
Arbeitsprozess waren. Die Erwerbstätigkeit - auch in Teilzeit - heißt
für die Familien mehr Wohlstand und Eigenständigkeit", so
Mitterlehner. Laut EU-Statistikamt Eurostat wollen nur 12,1 Prozent
der Teilzeitbeschäftigten in Österreich gerne mehr arbeiten, was im
Umkehrschluss bedeutet, dass rund 88 Prozent mit dem
Beschäftigungsausmaß zufrieden sind. Damit liegt Österreich um vieles
besser wie der EU-Schnitt der mit ihren Arbeitszeiten nicht
Zufriedenen von 20,7 Prozent.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend Pressesprecher des Bundesministers: Mag. Waltraud Kaserer Tel.: +43 (01) 71100-5108 / Mobil: +43 664 813 18 34 mailto:[email protected] www.bmwfj.gv.at Mag. Volker Hollenstein Tel.: +43 (01) 71100-5193 / Mobil: +43 664 501 31 58 [email protected]
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