- 05.07.2012, 13:51:40
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Nikolaus Prinz: Bessere Chancen am Arbeitsmarkt mit einem Pflichtschulabschluss
Möglichkeiten für das Nachholen werden erweitert
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Laut IHS-Berechnungen schaffen bis zu 5.000
junge Menschen pro Jahr keinen Pflichtschulabschluss. "Das ist eine
alarmierend hohe Anzahl, die wir mit dieser Gesetzesinitiative
reduzieren können und wollen", sagte heute, Donnerstag, der
ÖVP-Abgeordnete als Unterrichtsausschussmitglied Nikolaus Prinz im
Rahmen der Plenardebatte zur Erweiterung der Möglichkeiten für
Jugendliche ab 16 Jahre und für Erwachsene, den Pflichtschulabschluss
nachzuholen. "In Zeiten, in denen junge Menschen immer mehr können
und immer besser sein müssen, um einen guten Arbeitsplatz bzw. um
überhaupt Karriere-Chancen eröffnet zu bekommen, ist ein
Pflichtschulabschluss eine wichtige Basis, um am Arbeitsmarkt Fuß
fassen zu können", appellierte Prinz an alle Schulabbrecher, diese
Chancen zu nutzen. "Geben Sie sich einen Ruck, haben Sie den Mut,
neue Wege zu gehen und Verabsäumtes nachzuholen", so Prinz.
Schätzungsweise haben fast 280.000 Österreicher zwischen 15 und 64
Jahren keinen Schulabschluss. Bereits jetzt holen ca. 900 Personen
pro Jahr ihren Schulabschluss nach. "Mit dieser Initiative soll und
kann dies nun für bis zu 1500 Menschen im Jahr möglich sein", ist
Prinz erfreut, dass alle im Parlament vertretenen Parteien dieser
Gesetzesinitiative zustimmen. "Es geht darum, diesen Menschen die
Möglichkeiten zu geben, das nachzuholen, was sie versäumt haben und
zwar kostenlos", so der ÖVP-Abgeordnete.
In Anlehnung an das Modell der Berufsreifeprüfung können schon ab
September Jugendliche ab 16 Jahre und Erwachsene altersgerecht den
Pflichtschulabschluss nachholen. "Altersgerecht bedeutet, dass die
jungen Erwachsenen nicht die Schulbank mit anderen Kindern drücken,
sondern sie absolvieren ihre Lehrgänge an
Erwachsenenbildungseinrichtungen oder in Schulen, die sich schon
bisher etwa bei Externistenprüfungen engagiert haben", erläutert
Prinz. Die Prüfungen werden dann entweder an einem Tag oder in
Teilprüfungen vor einer Prüfungskommission abgehalten.
Verpflichtend sind die Prüfungen in Deutsch, Englisch, Mathematik und
Berufsorientierung. Zusätzlich sind aus vier Wahlprüfungsgebieten
zwei Prüfungsgegenstände aus zu wählen. Die vier Möglichkeiten
umfassen "Kreativität und Gestaltung", "Natur und Technik", eine
weitere Sprache und "Gesundheit und Soziales". Vor allem in diesem
Bereich erhofft man sich für die Absolventen neue Chancen am
Arbeitsmarkt. "Ich erwarte, dass auch Bundesminister Alois Stöger
zeitgerecht bei der Ausbildung zum Pflegehelfer sowie jener in einem
medizinischem Assistenzberuf die notwendigen Gesetzesänderungen
fasst", schloss Prinz.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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