- 05.07.2012, 13:14:30
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BZÖ-Bucher: 160 Wirtschaftsprofessoren gegen Euro-Politik
BZÖ-Chef verlangt Volksabstimmung
Wien (OTS) - "160 deutsche Wirtschaftsprofessoren rund um
ifo-Präsident Hans-Werner Sinn wenden sich in einem offenen Brief an
die deutsche Bundesregierung: Die Beschlüsse des jüngsten
Euro-Gipfels seien falsch", macht heute BZÖ-Chef Klubobmann Josef
Bucher aufmerksam. Hans-Werner Sinn, Joachim Starbatty, Max Otte und
weitere 157 Top-Ökonomen wehen sich gegen die Euro-Rettungspolitik.
"Die Entscheidungen, waren falsch", schreiben die Experten in einer
Erklärung, die vorab in der Wirtschaftswoche veröffentlicht wurde.
Bucher sieht in der "Revolte der Professoren, den endgültigen Beweis,
dass der Versuch die Kritiker der derzeitigen Euro-Politik als
ungebildete Anti-Europäer darzustellen, endgültig gescheitert ist.
Das BZÖ erhält täglich mehr Unterstützung von Expertenseite. Nur
Faymann, Spindelegger und Glawischnig ignorieren Bevölkerung und
Experten und schlagen sich auf die Seite der Großbanken und
Spekulanten. Wenn sich SPÖ, ÖVP und Grüne ihrer Sache so sicher sind,
warum haben sie dann panische Angst vor einer Volksabstimmung und
damit vor einem Kampf der Argumente? Das BZÖ verlangt eine
Volksabstimmung über den Rettungsschirm, denn die Bevölkerung muss in
einer Demokratie selbst über ihre Zukunft entscheiden können", so der
BZÖ-Chef.
Bucher zitiert weiter aus der Erklärung der 160 Experten. "Die
Bankschulden sind fast dreimal so groß wie die Staatsschulden und
liegen in den fünf Krisenländern im Bereich von mehreren Billionen
Euro", heißt es weiter. "Die Steuerzahler, Rentner und Sparer der
bislang noch soliden Länder Europas dürfen für die Absicherung dieser
Schulden nicht in Haftung genommen werden, zumal riesige Verluste aus
der Finanzierung der inflationären Wirtschaftsblasen der südlichen
Länder absehbar sind. Banken müssen scheitern dürfen." Die Ökonomen,
die den Protestbrief unterzeichneten, zweifeln auch massiv an der
Kontrolle: "Die Politiker mögen hoffen, die Haftungssummen begrenzen
und den Missbrauch durch eine gemeinsame Bankenaufsicht verhindern zu
können", schreiben die Initiatoren des Briefs, Hans-Werner Sinn und
der Dortmunder Statistiker Walter Krämer. "Das wird ihnen aber kaum
gelingen, solange die Schuldnerländer über die strukturelle Mehrheit
im Euroraum verfügen. Wenn die soliden Länder der Vergemeinschaftung
der Haftung für die Bankschulden grundsätzlich zustimmen, werden sie
immer wieder Pressionen ausgesetzt sein, die Haftungssummen zu
vergrößern oder die Voraussetzungen für den Haftungsfall
aufzuweichen. Streit und Zwietracht mit den Nachbarn sind
vorprogrammiert."
Die Unterzeichner des Briefs, darunter auch der Freiburger Ökonom
Bernd Raffelhüschen und Klaus Zimmermann, der frühere Präsident des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) appellieren am
Ende des Briefes an die Bürger, den Protest zu den Politikern zu
tragen. BZÖ-Chef Bucher: "Experten, Fakten und Hausverstand sagen,
dass der Rettungsschirm für die starken Volkswirtschaften
lebensbedrohlich ist. Faymann, Spindelegger und Glawischnig
verweigern die Realität und verweigern direkte Demokratie".
Rückfragehinweis:
Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ
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