- 02.07.2012, 14:48:33
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Um 8,1 Prozent mehr NiederösterreicherInnen ohne Arbeit
AKNÖ-Haneder: "In Wachstum investieren, nicht mit Sparen schlimmer machen"
Wien (OTS/AKNÖ) - Knapp 38.000 NiederösterreicherInnen sind Ende
Juni arbeitslos gewesen, das sind um 8,1 Prozent mehr als vor einem
Jahr. AKNÖ-Experte Jürgen Figerl spricht von einem drastischen
Anstieg. AKNÖ-Präsident Hermann Haneder fordert Investitionen ins
Wirtschaftswachstum. Weiteres Sparen würde die Situation nur
schlimmer machen.
Fast 38.000 NiederösterreicherInnen suchen Arbeit. Für den Sommer, wo
Bauwirtschaft und Tourismus Arbeitskräfte suchen, ein hoher Wert,
sagt AKNÖ-Arbeitsmarktexperte Jürgen Figerl. "So schlimm war es seit
dem Sommer des Krisenjahres 2009 nicht." Besonders betroffen sind
laut AMS NÖ Beschäftigte im Baugewerbe und in der Produktion. "Das
ist konjunkturell bedingt", sagt Figerl. Das Wirtschaftswachstum sei
offenbar nicht groß genug, um die Arbeitslosigkeit nachhaltig zu
senken. Der Experte befürchtet, dass es keine Besserung in den
nächsten Monaten geben wird. Die Konjunkturaussichten seien gedämpft.
Niederösterreich ist davon überdurchschnittlich schwer betroffen. Nur
in der Steiermark und im Burgenland stieg die Arbeitslosigkeit noch
stärker als hier. "Auffällig sind bei uns die regionalen
Unterschiede: In Scheibbs ist die Arbeitslosigkeit gesunken, in Bruck
an der Leitha um mehr als 18 Prozent gestiegen", sagt der
Arbeitsmarktexperte.
AKNÖ-Präsident Hermann Haneder entdeckt einen kleinen Lichtblick in
der Arbeitsmarktbilanz: "Bei den 15- bis 19-Jährigen ist die
Arbeitslosigkeit gesunken. Das zeigt, dass Programme wie die
Ausbildungsgarantie greifen. Das ist ein kleines Hoffnungssignal.
Jeder junge Mensch, der nicht schon am Anfang des Arbeitslebens die
Erfahrung macht, dass er nicht gebraucht wird, ist ein Gewinn für die
Gesellschaft." Allerdings sei die Arbeitslosigkeit bei den 20- bis
24-Jährigen deutlich gestiegen, sagt Haneder.
Der AKNÖ-Präsident fordert Investitionen ins Wirtschaftswachstum, um
die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. "Was jetzt keinesfalls getan
werden darf, ist kurzsichtig zu sparen. Das würde die Situation noch
schlimmer machen." Dass die EU auf einen Wachstumskurs eingeschwenkt
ist, wertet er als positives Signal.
Rückfragehinweis:
AKNÖ-Wirtschaftspolitik, Jürgen Figerl
01/58883 - 1638
Aktuelle Informationen finden Sie auf noe.arbeiterkammer.at/presse
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