• 28.06.2012, 17:00:32
  • /
  • OTS0303 OTW0303

"KURIER"-Kommentar von Martina Salomon: "Gemeinsam erziehen"

Befreit die Väter vom Generalverdacht, schlechtere Menschen zu sein!

Wien (OTS) - Es gibt sie, und Gott sei Dank werden es mehr: die
liebevollen Väter, die sich für den Nachwuchs nicht nur zwischen
Feierabend und Beginn der Fußball-Übertragung interessieren. Die
Familienrechtsreform von Justizministerin Beatrix Karl ist daher zu
begrüßen. Auch ledige Väter sollen ein Antragsrecht auf gemeinsame
Obsorge haben. Denn es gibt genügend Studien, die die problematischen
Folgen einer vaterlosen Gesellschaft zeigen - vor allem für Buben.
Frauenministerin Heinisch-Hosek fordert nun eine Frist von einem
halben bis einem Jahr, ob sich der Jungvater in seiner neuen Rolle
"bewährt". Das ist nicht ganz falsch - schließlich gibt es leider
auch desinteressierte Männer oder solche, die mithilfe des Kindes
Macht über die Mutter ausüben wollen. (Dass das umgekehrt aber auch
oft passiert, übersehen eingefleischte Feministinnen gerne.) Mit so
einem Partner etwa gemeinsam eine Schule fürs Kind auszusuchen, kann
furchtbar mühsam sein.
Unterm Strich bleibt jedoch: Es ist gut, die Väter mehr in die
Verantwortung miteinzubeziehen - auch wenn es immer Einzelfälle geben
wird, in denen das nicht funktioniert. Daran kann man aber keine
Gesetzesreform scheitern lassen. Wer eine partnerschaftlichere
Gesellschaft anstrebt, muss Vätern einen Vertrauensvorschuss geben.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PKU

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel