- 27.06.2012, 15:38:09
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ÖVP-Wehrsprecher Klikovits: Das wahre (Bruch)-Pilotprojekt ist Minister Darabos selbst
Wien (OTS/ÖVP-PK) - Kritik am Vorgehen von
SPÖ-Verteidigungsminister Norbert Darabos übt ÖVP-Wehrsprecher Abg.
Oswald Klikovits. Für Klikovits sind die von Darabos viel gepriesenen
Pilotprojekte reiner Polit-Populismus, der keinerlei Aufschluss
darüber zulässt, wie das Bundesheer in Zukunft funktionieren soll.
"Das wahre (Bruch)-Pilotprojekt ist der Minister selbst", so
Klikovits heute, Mittwoch.
Vor allem die Tatsache, dass die für die Pilotprojekte ausgewählten
Truppenteile schon bisher über eine starke Berufskomponente verfügt
haben, ist für ÖVP-Wehrsprecher Klikovits Beweis für die
Entbehrlichkeit der Projekte: "Aus diesen Pilotprojekten können nur
wenige neue Erkenntnisse über ein mögliches Berufsheer gesammelt
werden. Die Kaderpräsenzeinheit des Jägerbataillons 25 ist bestes
Beispiel dafür, dass es bereits heute eine Berufsheerkomponente gibt.
Diese Truppenteile funktionieren aber alle auf Grundlage des heutigen
Mischsystems, denn die Wehrpflicht ist das wichtigste
Rekrutierungsinstrument für die Berufssoldaten."
Auch die ständigen Rufe des Verteidigungsministers nach einem
Profiheer stoßen beim ÖVP-Wehrsprecher auf Unverständnis. Klikovits:
"Wenn der Chef eines Unternehmens seinen Mitarbeitern jeden Tag über
die Medien ausrichten lässt, dass sie eigentlich nutzlos sind und er
lieber Profis beschäftigen möchte, dann läuft etwas schief. Tatsache
ist, dass beim Österreichischen Bundesheer bereits seit Jahrzehnten
bestens ausgebildete Profisoldaten im Einsatz sind. Zudem leisten
auch unsere Grundwehrdiener professionelle Hilfe bei zahlreichen
Einsätzen wie etwa bei Hochwasser oder Lawinenunglücken. Was Minister
Darabos bei der Bewerbung seiner sinnlosen Projekte tunlichst
verschweigt, ist die Tatsache, dass ohne unsere Grundwehrdiener ein
flächendeckender Katastrophenschutz in Österreich nicht realisierbar
ist."
Bestärkt wurde die ÖVP in ihren Überlegungen auch durch den deutschen
Verteidigungsminister: "Thomas De Maiziere hat vor wenigen Tagen in
einem Interview zugegeben, dass er das Aussetzen der Wehrpflicht aus
heutiger Sicht bedauert. Für ihn steht fest, dass das in Österreich
vorherrschende Mischsystem aus Berufssoldaten und Wehrpflichtigen
eine viel breitere Wirkung, als ein reines Berufsheer hat. Vielleicht
sollte sich Minister Darabos einmal mit seinem deutschen Kollegen
kurzschließen, um aus den Fehlern unserer Nachbarn zu lernen",
schloss Klikovits.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at
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