- 27.06.2012, 08:23:56
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Umweltdachverband und VIRUS zur Donauraumstrategie: Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen!
- Donauraumstrategie torpediert Biodiversitätsstrategie, Natura 2000
Wien (OTS) - Österreichs muss seine Stärken einsetzen: Natur,
Umwelt, Kultur, müssen in Sachen Donauraumstrategie Priorität haben
Anlässlich des heutigen Tourstarts von EU-Kommissar Johannes Hahn
durch sieben Donauländer mahnen der Umweltdachverband und die
Umweltorganisation VIRUS zur ökologischen Verantwortung hinsichtlich
der Umsetzung der EU-Donauraumstrategie: "Im Gegensatz zu allen
Lippenbekenntnissen besteht nach wie vor die Gefahr, dass die
Ökologie unter die Bagger kommt und einzelne Wirtschaftsgruppen diese
Strategie ausschließlich für ihr monströses und unrealisierbares
Donau-Schifffahrts-Ausbauprogramm instrumentalisieren", warnen
Gerhard Heilingbrunner, Präsident des Umweltdachverbandes, und
Wolfgang Rehm, Sprecher der Umweltorganisation VIRUS, unisono.
Donau als ökologisch verträglichen und naturnahen Wasserweg
nutzen und nicht zum Rhein machen!
Laut Zielsetzung soll die EU-Strategie die Donauregionen stärker
vernetzen und die Zusammenarbeit punkto Umwelt, Naturschutz,
Fremdenverkehr, regionale Entwicklungschancen und auch Infrastruktur
verbessern. "Doch entlang der gesamten Donau wird das "Blaue Band" an
ökologisch wertvollsten, durch Natura 2000 und andere Verpflichtungen
geschützten Gebieten durch falsch verstandene
Flussregulierungsmaßnahmen bedroht. EU-Kommissar Gio Hahn muss sich
endlich den Einflüsterern entziehen, nach denen die Donau zu einem
zweiten Rhein werden soll. Das funktioniert wirtschaftlich nicht und
richtet nur ökologisch unvertretbaren Schaden an. Es muss
gewährleistet werden, dass die Donau als ökologisch verträglicher
Wasserweg genutzt wird, wo Fremdenverkehr und Naturschutz die
Hauptrollen spielen. Wir fordern Kommissar Hahn, Bundeskanzler
Faymann und Vizekanzler Spindelegger auf, endlich Österreichs Stärken
- Natur, Umwelt, Kultur, Nachhaltigkeit - in die Donauraumstrategie
einzubringen", fordert Heilingbrunner.
Wiener Regierungsübereinkommen ist beispielhaft
Das Regierungsübereinkommen der Stadt Wien, so
Umweltdachverbandspräsident Heilingbrunner, verfolgt einen
vorbildhaften Zugang zur Donauraumstrategie, weil es Folgendes
festhält: "Im Rahmen der Donauraumstrategie sind Umweltschutz und
Bewahrung des Ökosystems der Donau vorrangig. Ziel ist nicht der
größtmögliche Ausbau der Schifffahrt, sondern deren Abstimmung auf
die Funktionen des Donau-Einzugsgebiets als Grundwasser-Reservoir,
Erholungsgebiet und Öko-System für Klimaschutz und Biodiversität.
Angestrebt wird die ökonomische und ökologische Evaluierung der
sogenannten "Flaschenhälse", bes. die Auswirkung von deren
Beseitigung auf das Öko-System Donau. Eine vordringliche Prüfung
gefährlicher Industrien und Altlasten im gesamten Donauraum in
Zusammenarbeit mit allen Donauländern wird angestrebt."
"Dieses Konzept ist beispielhaft. Bürgermeister Häupl ist jetzt
gefordert, diese Erklärung auch mit Leben zu erfüllen", so
Heilingbrunner und Rehm abschließend.
Rückfragehinweis:
Umweltdachverband Dr.in Sylvia Steinbauer Öffentlichkeitsarbeit Tel.: (++43-1)40113/21 mailto:[email protected] http://www.umweltdachverband.at
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