• 26.06.2012, 13:11:23
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Grünewald gratuliert Schott zu ÖH-Vorsitz

Grüne und Fachschaftslisten bei Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren auf einer Linie

Wien (OTS) - "Ich gratuliere dem unabhängigen Fachschaftslisten
(FLÖ)-Chef Martin Schott zur Vorsitzübernahme in der Österreichischen
HochschülerInnenschaft (ÖH) und freue mich auf die Zusammenarbeit",
sagt Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen anlässlich des
Vorsitzwechsels in der ÖH. "Wir haben ja alle ein gemeinsamen Ziel
und das ist der freie Hochschulzugang", sagt Grünewald und ergänzt:
"Es ist durchaus erfreulich, dass das Klima zwischen GRAS, FLÖ und
VSSTÖ gut ist und, dass in entscheidenden Sachfragen weitgehende
Einigung in der ÖH Exekutive herrscht".

Auch die Kritik des neuen Vorsitzenden an Bundesminister Töchterle
ist zu unterschreiben. "Dass sich die ganze Bildungsdebatte
vornehmlich auf Zugangsbeschränkungen und auf private
Finanzierungsmodelle fixiert und die politische Verantwortung und
Entscheidung an die Universitäten delegiert wird, ist schlicht und
einfach nicht fair. Die Politik in der Rolle des Beobachters und
Kommentators zu belassen, gleichzeitig aber die Rektoren zu mehr Mut
aufzufordern, das ist wahrlich keine Heldentat" äußert sich Grünewald
kritisch.

"Man muss den Studierwilligen Chancen für eine breitere
Bildungsbeteiligung eröffnen und darf sie nicht primär als
Verursacher von Finanznöten betrachten", sagt Grünewald. "Der von
Minister Töchterle so oft geäußerte Wunsch nach mehr Exzellenz muss
auch von Seiten der Politik durch die Bereitstellung ausreichender
Ressourcen glaubhaft ermöglicht werden. Es kann doch nicht ernsthaft
als offensive Bildungs- und Forschungspolitik verkauft werden, wenn
Qualität nur dadurch garantiert wird, dass man die Studierendenanzahl
drastisch reduziert", wundert sich Grünewald. "Ich wünsche dringlich,
dass Töchterle die selbstgewählte Isolation aufgibt und endlich auch
die Stimmen von KritikerInnen ernst nimmt. Es ist falsch sich einem
kritischen und konstruktiven Dialog zu verschließen", warnt
Grünewald.

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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