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Neues Volksblatt: "Eigenlob" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 25. Juni 2012
Linz (OTS) - Jeder Krämer lobt seine Ware.
Unterrichtsministerin Claudia Schmied hatte gestern in Fernsehen zwar
viel Lob für sich und ihre Arbeit, aber viel Ware, sprich Reformen,
hatte sie nicht vorzuweisen. Kein neues Lehrerdienstrecht, keine
Lehrerausbildung Neu, keine nennenswerte Reform der Schulverwaltung,
das Vorzeigeprojekt "Neue Mittelschule" als aufgemascherlt
Hauptschule, am Horizont der Traum von der Einheitsschule für die
Zehn- bis 14-Jährigen und so fort. Da ist es kein Wunder, dass die
SPÖ-Politikerin die Verschiebung der Zehntralmatura um ein Jahr als
Erfolg verkaufen wollte; mangels echter Erfolge.
Richtig peinlich wurde die Vorstellung der Ministerin aber durch ihre
Versuche, Regierungskolleginnen, Politiker anderer Parteien und
andere Persönlichkeiten zu vereinnahmen; von den Ministerinnen Maria
Fekter und Gabriele Heinisch-Hosek über ÖVP-Bildungssprecher Werner
Amon bis zum Gentechniker Markus Hengstschläger, der als Zeuge für
die Vorteile der Neuen Mittelschule herhalten musste. Und immer
wieder tauchte, eh klar, der "Bildungsexperte" Hannes Androsch auf.
Es klang wie ein "Ist da jemand?" in der bildungspolitischen
Finsternis.
Heute gehen die Verhandlungen über das Lehrerdienstrecht weiter. Da
kann die Ministerin zeigen, dass sie mehr kann als die Produktion von
Eigenlob.
Rückfragehinweis:
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Tel.: 0732/7606 DW 782
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