• 21.06.2012, 15:46:56
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StS Kurz: "Österreich und Deutschland haben im Integrationsbereich ähnliche Herausforderungen"

"Integration darf nicht dem Zufall überlassen werden, sondern sollte möglichst früh beginnen", sagte Kurz am 21. Juni 2012 bei den "Nürnberger Tagen für Integration" in Deutschland.

Wien (OTS) - "Österreich und Deutschland haben im
Integrationsbereich ähnliche Herausforderungen - ich freue mich daher
besonders, dass ich die Möglichkeit habe, unseren "österreichischen"
Weg im Bereich der Integration vorzustellen", sagte Staatssekretär
Sebastian Kurz am 21. Juni bei der Konferenz "Nürnberger Tage für
Integration. Gelebte Vielfalt - von der Realität zur Normalität?" in
Nürnberg (Deutschland). "Österreich macht viel, um Integration zu
ermöglichen. Wir haben eine lange Tradition für ein friedliches
Zusammenleben diverser Kulturen und Religionen", so der
Staatssekretär.

Eröffnet wurde die Konferenz vom Präsidenten des Bundesamts für
Migration und Flüchtlinge, Dr. Manfred Schmidt. Die Zusammenarbeit
mit den deutschen Behörden und Ämtern steht noch ganz am Anfang, doch
für den Staatssekretär sei in diesem wichtigen Bereich der Austausch
mit den deutschen Kollegen sehr wichtig, um "inhaltlich auch
Synergien nutzten zu können", betonte Kurz. Eine Zusammenarbeit
zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) und der
Integrationsabteilung im österreichischen Innenministerium ist
bereits initiiert.

Österreich profitiert wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich
von Menschen mit Migrationshintergrund. "Nicht Herkunft,
Religionszugehörigkeit oder Ethnie zählen, sondern die Bereitschaft
eines jeden Einzelnen, im Arbeitsleben und Alltag einen Beitrag zu
leisten, um ein gutes Zusammenleben auch langfristig möglich zu
machen. Menschen mit Migrationshintergrund sollen aber dabei nicht
ihre Wurzeln verleugnen.

Für erfolgreiche Integrationsbiographien ist es nicht nur
entscheidend, dass Integration geschieht, sondern auch, wann sie
geschieht. "Integration darf nicht dem Zufall überlassen werden,
sondern sollte möglichst früh beginnen - bei Zuwanderern und der
Aufnahmegesellschaft", erklärte Kurz. Er betonte in seinem Vortrag,
dass Deutsch der Schlüssel zur Integration in Österreich sei. "Ohne
Deutschkenntnisse ist keine Teilnahme an der österreichischen
Gesellschaft möglich", sagte Kurz. Das Staatssekretariat versucht
durch verschiedene Sprachprojekte die Sprachkenntnisse der
Zuwanderinnen und Zuwanderer zu fördern und zu unterstützen.

Am Rande der Konferenz traf Kurz mit der deutschen Staatsministerin
Dr. Maria Böhmer, der Integrationsbeauftragten der deutschen
Bundesregierung, und dem Präsidenten des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge (BAMF), Dr. Manfred Schmidt, zu einem Arbeitsgespräch
zusammen. Im Zentrum des Arbeitstreffens standen die
Willkommenskultur "Integration von Anfang an", E-Learning und
Sprachförderung, die Neugestaltung des europäischen Solid-Fonds 2014
bis 2020 sowie praktische Beispiele von Integrationsmaßnahmen in
Österreich.

Auf EU-Ebene wird derzeit über die Neugestaltung der Solid-Fonds
(Solidarität und Steuerung der Migrationsströme) 2014 - 2020
verhandelt, unter anderem über einen geplanten "Asyl- und
Migrationsfonds", der die bisherigen Fonds: Europäische
Integrationsfonds (EIF) & Europäische Flüchtlingsfonds (EFF)
inkludieren soll. "Die adäquate Neugestaltung der europäischen
Solid-Fonds ist sowohl für Österreich als auch für Deutschland ein
zentrales Anliegen. Unsere Positionen sind sehr ähnlich", betonte
Kurz. So machen sich Österreich und Deutschland unter anderem
gemeinsam für eine Ausweitung der Zielgruppe auf Zuwanderer aus
EU-Staaten sowie Österreicher/Deutsche mit Migrationshintergrund
stark.

Rückfragehinweis:

Staatssekretariat für Integration
   Pressereferat
   1010 Wien, Minoritenplatz 9
   Tel +43 1 53126-7005
   mailto:[email protected]

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