• 21.06.2012, 12:25:15
  • /
  • OTS0158 OTW0158

Mitterlehner und Leitl: Exportinitiativen in Wachstumsmärkte verstärken

Export auch in schwierigeren Zeiten Stütze der Wirtschaft - Ziel: wieder Export-Rekord - Internationalisierungs-Offensive forciert Erschließung neuer Märkte

Wien (OTS/PWK418) - Anlässlich des 10. Österreichischen
Exporttages präsentierten Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner
und Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Donnerstag eine
positive Zwischenbilanz der neu aufgesetzten
Internationalisierungsoffensive 'go international' sowie die Ziele
und Schwerpunkte für das schwierige Exportjahr 2012. "Aufgrund der
Schuldenkrise und der Wachstumsschwäche in Europa gewinnen gerade
Instrumente wie 'go international' an Bedeutung. Damit forcieren wir
die Ausfuhren in geringer verschuldete und wachstumsstärkere
Zukunftsmärkte wie Brasilien, Russland, Indien und China", sagte
Mitterlehner. Für 'go international' stellt das
Wirtschaftsministerium der Außenwirtschaftsorganisation der
Wirtschaftskammer 35 Millionen Euro für den Zeitraum von April 2011
bis März 2013 zur Verfügung.

Die damit verstärkte Diversifizierungs-Strategie ist auf einem
guten Weg. "Allein seit 2008 ist der Exportanteil der
außereuropäischen Märkte um zwei Prozentpunkte auf 18,5 Prozent im
Vorjahr gestiegen. Zugleich profitieren wir von unserem
Haupthandelspartner Deutschland, von dem wiederum viele Produkte
heimischer Zulieferer in die Wachstumsmärkte gehen", so Mitterlehner.
"Die Internationalisierungsoffensive hat daher wesentlich dazu
beigetragen, dass Österreichs Wirtschaft trotz schwieriger Umstände
im Vorjahr einen Exportrekord erzielen konnte. Wenn wir die
Erschließung neuer Märkte konsequent voran treiben, können wir 2012
wieder ein All-Time-High schaffen", sagte Mitterlehner. Auch bei den
Produkten und Dienstleistungen laufe die notwendige Diversifizierung
gut. "Der Export von wissensintensiven Dienstleistungen floriert und
ist allein im Vorjahr um rund 20 Prozent gestiegen. Österreich
etabliert sich immer stärker als Know-how Zentrum", so Mitterlehner.

"Export und Internationalisierung haben großen Anteil daran, dass
Österreich trotz weltwirtschaftlich schwierigerer Bedingungen gut da
steht", betonte Leitl und wies auf die aktuelle Eurostat-Studie hin,
gemäß der Österreich im direkten Vergleich der Wirtschaftsleistung
der EU-Länder pro Einwohner mit einem BIP pro Kopf von 129 Prozent
des EU-Durchschnitts an dritter Stelle hinter Luxemburg und den
Niederlanden liegt. 2010 lag Österreich noch auf Rang fünf. Leitl:
"Dass wir es auf den Stockerlplatz geschafft haben, ist auch ein
Verdienst unserer Exportunternehmen. Schließlich erwirtschaften wir
sechs von zehn Euro im Ausland." Damit es auch weiterhin aufwärts
geht lautet die Zukunftsformel für unsere Unternehmen "IQI", so
Leitl: "Das steht für Innovation, Qualifikation und
Internationalisierung - nur so können wir im globalen Wettbewerb
vorne mitspielen. Innovation und Kreativität müssen zum Markenzeichen
Österreichs im Ausland werden."

Unterstützend wirkt, dass die Zahl der heimischen Exporteure
kontinuierlich auf rund 42.000 gestiegen ist. "Seit 2009 haben wir
3.000 neue Exporteure gewonnen. 75 Prozent davon sind kleine und
mittlere Unternehmen, die wir zunächst zum Schritt in die Nahmärkte
motivieren und dann weiter in die Fernmärkte begleiten wollen",
betonte Mitterlehner.

Zu den Zielen für die österreichische Exportwirtschaft meinte
Leitl, dass wir heuer das all-time-high der Exporte aus dem Jahr 2011
wieder toppen und womöglich die 125 Milliarden Euro-Schwelle
überspringen wollen." Die in diesem Zusammenhang von Minister
Mitterlehner angekündigte Verlängerung der erfolgreichen
Exportförderoffensive 'go international' über das Jahr 2013 hinaus,
begrüßte Leitl, "weil diese Fördermaßnahmen für die österreichische
Export-Erfolgstory in den vergangenen Jahren essentiell wichtig
waren."

Mitterlehner: Protektionismus steigt, EU muss Freihandelskompetenz
stärker wahrnehmen

Als Problem nannte Mitterlehner den weltweit zunehmenden
Protektionismus. So wurden in den G20-Ländern von Oktober 2011 bis
Mai diesen Jahres 124 neue Import- und Exportmaßnahmen geschaffen,
die wettbewerbsverzerrend und handelsbeschränkend wirken. "Daher muss
die EU ihre Freihandelskompetenz stärker wahrnehmen und ihre
WTO-Aktivitäten beschleunigen", so Mitterlehner. Wichtig sei auch,
dass die EU ihre Wachstumsstrategie stärker in den Fokus rücke. "Aber
nicht auf Schuldenbasis, sondern im Rahmen des Fiskalpakts",
bekräftigte Mitterlehner. (BS)

Rückfragehinweis:

Wirtschaftskammer Österreich, Stabsabteilung Presse
   Mag. Bernhard Salzer
   Tel.: (+43) 0590 900-4464, F:(+43) 0590 900-263
   mailto:[email protected]
   http://wko.at/Presse
   
   Mag. Waltraud Kaserer
   Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend
   Pressesprecherin des Bundesministers:
   Tel.: +43 (01) 71100-5108
   Mobil: +43 664 813 18 34
   Mail: [email protected]
   www.bmwfj.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel