- 20.06.2012, 12:25:01
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Becker: Eine Milliarde Euro gegen Jugendarbeitslosigkeit
EU-Parlamentsausschuss beschließt Programm für sozialen Wandel und soziale Integration
Brüssel, 20. Juni 2012 (OTS) Knapp eine Milliarde Euro will die
EU in die Hand nehmen für die Schaffung von europaweiten
Arbeitsvermittlungssystemen, für größere Mobilität der Arbeitnehmer
sowie zur Förderung von Sozialunternehmen und der Eingliederung
sozial schwacher Gruppen. "Wir wollen eine Milliarde Euro vor allem
zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit", erklärt der
Sozialsprecher der ÖVP im EU-Parlament Heinz K. Becker im Vorfeld
der morgen im Sozial- und Beschäftigungsausschuss des EU-Parlaments
anstehenden Entscheidung. "Nur wenn wir Jugendarbeitslosigkeit
massiv und von Grund auf bekämpfen, können wir das Problem bei der
Wurzel packen. Wenn der Einstieg junger Menschen in den
Arbeitsmarkt nicht klappt, schafft das viele Folgeprobleme, die man
später nur sehr viel schwerer lösen kann", so Becker. ****
Das neue "Programm für sozialen Wandel und soziale Integration"
der EU, über das der zuständige Parlamentsausschuss morgen
abstimmt, sieht 958 Millionen Euro für den Zeitraum von 2014 bis
2020 aus dem EU-Budget vor, zuzüglich der Kofinanzierung aus den
Mitgliedstaaten. Drei bisherige Programme der EU werden damit
abgelöst und umstrukturiert. Das EU-Parlament will aber den
bisherigen Gesetzesentwurf ändern und ein zusätzliches
Unterprogramm "Jugendinitiative für Personen unter 25 Jahren"
einführen. "Wir wollen den Zugang von Jugendlichen zu einer
Erstbeschäftigung und die Rückkehr von Arbeitslosigkeit in die
Erwerbstätigkeit fördern", erklärt Becker. Der Schwerpunkt der
Jugendinitiative soll auf der Verhinderung von Schulabbrüchen,
innerbetrieblicher Ausbildung und der Verbesserung der Qualität von
Praktika liegen.
Becker hat sich im EU-Parlament dafür stark gemacht, dass
insbesondere in Grenzregionen grenzüberschreitende
Arbeitsvermittlungsdienste und Mobilitätsprogramme gefördert werden
sollen. "Einem österreichischen arbeitslosen Jugendlichen einen
Arbeitsplatz in Dänemark anzubieten, erscheint mir illusorisch", so
Becker, "aber ihn von Innsbruck nach Bozen oder von Bludenz nach
Stuttgart zu schicken, ist sehr wohl sinnvoll und im Sinne aller
Beteiligten." In diesem Bereich gebe es bereits vielversprechende
Projekte, die weiter gefördert und ausgebaut werden sollten. In
Österreich bestehen solche Partnerschaften mit Ungarn, Italien, der
Schweiz, Deutschland und Liechtenstein.
Rückfragen:
Heinz K. Becker MEP, Tel.: +32-2-284-5288
[email protected]
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
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