• 20.06.2012, 11:50:55
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Rio +20: Grüne wollen wirkungsvolle, verbindliche Verpflichtungen der Weltgemeinschaft

Umweltminister Berlakovich ist mit schwerem Gepäck nach Rio gefahren

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, beginnt die mit großer Hoffnung
verbundene Welt-Konferenz Rio+20. Die Grüne Umweltsprecherin und
Vorsitzende des Umweltausschusses im Parlament, Christiane Brunner,
nimmt teil. "Die Erwartungen wären natürlich sehr hoch. Gleichzeitig
fürchten viele, dass zu wenig rauskommt. 99 Prozent der
TeilnehmerInnen an dieser Konferenz würden alle notwendigen Maßnahmen
für eine "Rettung" unseres Planeten ohne Umschweife ergreifen. Aber
die wirkungsvolle Umsetzung liegt an dem EINEN Prozent der
verantortlichen PolitikerInnen", erläutert Brunner.

Die Grüne betont, mit welchen Zielen sie nach Rio gefahren ist: "Wir
erwarten, dass sich die Weltgemeinschaft zu verbindlichen Zielen
verpflichtet. Damit eine "green economy" auf den Weg gebracht wird,
die den Namen auch verdient, mit verbindlichen Zielen und
entsprechender Finanzierung. Außerdem sollten die weltweiten
Subventionen von fossiler Energie - mit satten 700 Milliarden USD
jährlich - eingestellt werden. Für alle Länder sollte es dafür einen
verpflichtenden Ausstiegsplan geben." Unterstützend würde dabei
wirken, eine unabhängige eigene UN-Organisation für Umweltschutz zu
installieren.

Grünen-Chefin Eva Glawischnig - in Österreich geblieben - betont,
wie wichtig es wäre, dass diesmal "keine schwammigen Formulierungen
rauskommen, sondern verbindliche Verpflichtungen. Der ökologische
Zustand unseres Planeten hat sich verschlechtert. Die großen,
Jahrzehnte lang bekannten Umweltprobleme wie globale Erwärmung sind
ungelöst. Fast alle Umweltdaten sind schlechter denn je."

Wann spricht Berlakovich klare Worte zu Andritz und Belo Monte?

Kritisch fällt das Urteil der Grünen Klubobfrau bezüglich
Umweltminister Berlakovich aus. "Er ist mit schweren Steinen im
Gepäck nach Rio gefahren. Während fast alle europäischen Staaten ihre
Klimaschutzziele erreichen, verfehlt Österreich sein Ziel deutlich.
Länder wie Dänemark, Luxemburg oder Norwegen und Schweden erreichen
das UN-Ziel für Entwicklungshilfe-Ausgaben (0,7 Prozent des BIP).
Österreich hingegen kürzt die Gelder für die
Entwicklungszusammenarbeit massiv und zählt auch hier wie beim
Klimaschutz zu den Schlusslichtern. Und das österreichische
Unternehmen Andritz ist an einem internationalen Umwelt- und
Menschenrechts-Verbrechen zentral beteiligt, dem Bau des
brasilianischen Megastaudamms Belo Monte. Die Grünen schauen
Berlakovich in Rio auf die Finger und erwarten sich eine Verurteilung
der Beteiligung Andritz an Belo Monte durch den Umweltminister."

Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]

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