- 19.06.2012, 10:01:15
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Flüchtlingsschutz ist humanitäre Verpflichtung
Volkshilfe Präsident Weidenholzer zum Weltflüchtlingstag
Wien (OTS) - Anlässlich des Weltflüchtlingstages erinnert
Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer an das Leid
der 42,5 Millionen Menschen, die weltweit auf der Flucht sind: "Vier
von fünf Menschen, die vor Krieg, Hunger oder Umweltkatastrophen
fliehen mussten, leben in Entwicklungsländern. Nur ein geringer
Prozentsatz erreicht das reiche Europa. Uns solidarisch zu zeigen,
sowohl mit den Menschen, die zu uns kommen als auch mit den
Flüchtlingen in anderen Ländern, ist eine humanitäre Verpflichtung."
Nothilfeprojekt in Burkina Faso gestartet
Aktuell engagiert sich die Volkshilfe gemeinsam mit ihrer
Partnerorganisation Solidar Suisse in einem Nothilfeprojekt für 2.000
Kinder in Burkina Faso. Die Hungerkrise in der Sahelzone hat sich
durch die 61.700 malischen Menschen, die die aufgrund des Konflikts
im Land ins Grenzgebiet von Burkina Faso geflüchtet sind, noch
verschärft. "Die Situation der Menschen in der Sahelzone
verschlechtert sich Tag für Tag dramatisch. 18 Millionen Menschen
sind vom Hunger betroffen. Darunter 1,3 Millionen Kinder. Es ist
unsere Pflicht aktiv werden, um diesen Menschen zu helfen", sagt der
Volkshilfe Präsident.
Arbeitsschwerpunkte in Oberösterreich und Wien
In Österreich betreibt die Volkshilfe Einrichtungen für
AsylwerberInnen in Wien und Oberösterreich, unterstützt anerkannte
Flüchtlinge beim Start in ihrer neuen Heimat und führt ein
Therapiezentrum für traumatisierte Flüchtlinge. "Noch immer liegt
beim Flüchtlingsschutz vieles im Argen", kritisiert Weidenholzer und
bekräftigt die Forderungen nach einem Arbeitsmarktzugang für
AsylwerberInnen: "AsylwerberInnen haben de facto keinen Zugang zum
Arbeitsmarkt. Auch wenn sie jahrelang auf den Ausgang ihres
Asylverfahrens warten, haben sie keine Chance, für ihren
Lebensunterhalt selbst aufzukommen. Hier Hürden abzubauen, würde die
Menschen unabhängig von Leistungen des Staates machen. Außerdem
könnten wesentliche Schritte für eine spätere Integration frühzeitig
gesetzt werden und vorhandene Potenziale genutzt werden", so
Weidenholzer.
Die UN-Vollversammlung hat den 20. Juni zum zentralen
internationalen Gedenktag für Flüchtlinge ausgerufen. "Unsere
Solidarität ist gefragt am Weltflüchtlingstag und jeden Tag, denn die
Verantwortung für Menschen auf der Flucht lässt sich nicht
abschieben", sagt Weidenholzer abschließend.
Ztwl.: European Umbrella March
Am 20. Juni findet in Wien, Salzburg, Linz, St. Pölten und
Klagenfurt der European Umbrella March statt. Regenschirme
symbolisieren den Schutz für Flüchtlinge. In Wien startet der Marsch
um 18:00 auf der Freyung, in Salzburg um 12:30 am Mirabellplatz, in
St. Pölten um 11:00 am Riemerplatz und in Klagenfurt um 18:00 Alter
Platz.
Rückfragehinweis:
Volkshilfe Österreich Mag. (FH) Margit Kubala Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel.: +43 (0) 676 83 402 214 [email protected] www.volkshilfe.at/presse www.facebook.com/volkshilfe
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