• 19.06.2012, 09:56:00
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Pirker/Köstinger: Kärnten ist EU-Nettoempfänger

Delegation des Kärntner Landtages zu Gast im EU-Parlament

Brüssel, 19. Juni 2012 (ÖVP-PD) Eine hochrangige Delegation des
Kärntner Landtages ist heute zu einem Arbeitsbesuch im Europäischen
Parlament in Brüssel zu Gast. "Weil Regional- und Europapolitik
immer mehr ineinandergreifen, ist es wichtig, dass wir eng
zusammenarbeiten", so Hubert Pirker, Kärntner ÖVP-EU-Abgeordneter,
der den Besuch der Landtagsabgeordneten im EU-Parlament organisiert
hat. Ein gutes Beispiel sei die EU-Verkehrspolitik: "Ob die EU-
Finanzierung für den Koralmtunnel, der Wachstum und Arbeitsplätze
in Kärnten bringen wird, kommt, hängt davon ab, ob wir genügend
Abgeordnete aus anderen Ländern von der strategischen Bedeutung des
Projekts überzeugen können", erklärt Pirker. Bis zu 1,7 Milliarden
Euro oder 30 Prozent der Gesamtkosten könnte die EU zu dem
Tunnelprojekt beisteuern. Die Kärntner EU-Abgeordnete Elisabeth
Köstinger weist auf die Bedeutung der EU-Agrarpolitik für Kärnten
hin: "Eine flächendeckende Landwirtschaft und ein lebenswerter
ländlicher Raum sind auch in Kärnten nur mit Hilfe der Programme
der EU möglich. Bei der jetzt anstehenden Reform der Agrarpolitik
geht es auch um die Zukunft der Kärntner Landwirtschaft", so
Köstinger. Im Zeitraum von 2007 bis 2013 fließen insgesamt über 700
Millionen Euro aus dem EU-Budget in den Kärntner Agrarsektor.
Insgesamt sei Kärnten ein EU-Nettoempfänger, betonen die beiden
Europaabgeordneten. ****

Die Landtagsdelegation besteht aus Abgeordneten aller Kärntner
Landtagsklubs, unter anderem den ÖVP-Abgeordneten Franz Wieser und
Claudia Wolf-Schöffmann sowie dem ÖVP-Klubdirektor DI Leopold
Goess. Teil des Programms sind ein Vortrag Hubert Pirkers über die
Arbeitsweise des Europäischen Parlaments, eine Diskussion mit den
EU-Abgeordneten Jörg Leichtfried (SP) und Ulrike Lunacek (Grüne)
sowie eine Anhörung im Transport und Fremdenverkehrsausschuss des
EU-Parlaments. Weiteren Bedarf für eine Zusammenarbeit zwischen
Landes- und EU-Ebene sieht Pirker bei der Frage des Lärmschutzes
entlang der Trassenführung des Baltisch-Adriatischen
Verkehrskorridors, als dessen Teil der Koralmtunnel gebaut werden
soll. "Mir ist es besonders wichtig, dass hier das wirtschaftliche
Gesamtinteresse Kärntens und die Situation der Anrainer nicht
gegeneinander ausgespielt werden können. Ein umfassender Lärmschutz
muss von Anfang an mitgeplant werden. Das ist nur bei einem engen
Zusammenspiel zwischen Landespolitik und EU-Förderung möglich", so
Pirker abschließend.

Bild(er) zu dieser Aussendung auf Anfrage.

Rückfragen:
Dr. Hubert Pirker, MEP, Tel.: +32-2-284-5898
([email protected])
Elisabeth Köstinger, MEP, Tel.: +32-2-284-5211
[email protected]
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784
[email protected]

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