- 18.06.2012, 12:37:57
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Korun zu Kurz: Hohe Geldstrafen fürs Schulschwänzen lösen keine sozialen und schulischen Probleme
Grüne: "Ethnisierung" durch Staatssekretär geht am Problem vorbei
Wien (OTS) - "Schulschwänzen beschränkt sich nicht auf die so
genannten Migrantenkinder, wie Staatssekretär Kurz offenbar annimmt,
und dafür gleich die Lösung parat hat - hohe Geldstrafen. Diese
"Ethnisierung" durch den Staatssekretär geht am Problem vorbei. Wenn
Kinder Schule schwänzen, haben sie soziale oder schulische Probleme.
Diese werden sicher nicht durch Geldstrafen gelöst. Vielmehr muss man
die Gründe fürs Schwänzen professionell herausfinden. Dabei sind die
flächendeckende Ausweitung der Schulsozialarbeit und eine engere
Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus die viel
erfolgsversprechendere Lösung", stellt die Integrationssprecherin der
Grünen, Alev Korun, klar.
"Dass ausgerechnet Kurz, als das jüngste Regierungsmitglied, auf
schwarze Pädagogik und Strafen setzt, mutet seltsam an.
Schulschwänzen hat nach ExpertInnen vielfältige Gründe. Ohne Klärung
der Gründe und aufeinander abgestimmte Maßnahmen wird man ihm nicht
beikommen. Statt dessen in letzter Konsequenz auf bloße Symbolik von
hohen Geldstrafen zu setzen, um Aktivität vorzutäuschen, ist weder
sinnvoll noch verantwortungsvoll", schließt Korun.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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