- 15.06.2012, 12:49:40
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Wahlen in Griechenland: Programmschwerpunkt in ORF 2
Mit "ZiB 2 spezial", "im ZENTRUM" mit Sarrazin und Doku "Die Griechenland - Lüge"
Wien (OTS) - Am Abend der Schicksalswahl in Griechenland zeigt ORF
2 ab 21.50 Uhr einen Programmschwerpunkt, der ganz im Zeichen des
Urnengangs bzw. Griechenlands steht. Nach einer "ZiB 2 spezial" mit
Lou Lorenz-Dittlbacher begrüßt Ingrid Thurnher um 22.10 Uhr eine
hochkarätig besetzte Runde zum Thema "Griechenland - Sargnagel für
den Euro?". Mit dabei sind u. a. Bestsellerautor Thilo Sarrazin
("Europa braucht den Euro nicht") und Hannes Swoboda, Präsident der
sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament. Die
"Menschen & Mächte"-Dokumentation "Die Griechenland-Lüge" von Michael
Haselrieder, Karl Hinterleitner und Reinhard Laska beschreibt um
23.00 Uhr in ORF 2, wie es zu der schwersten Krise der Euro-Zone
kommen konnte. Bereits um 11.05 Uhr widmet sich auch das
"Europastudio" den "Schicksalswahlen" in Europa. Die ORF-Radios und
ORF.at berichten aktuell.
"im ZENTRUM": Griechenland - Sargnagel für den Euro? - 22.10 Uhr, ORF
2
Beim entscheidenden Wahlgang in Griechenland wird sich herausstellen,
ob die neue Regierung die europäischen Sparvorgaben erfüllt oder die
Weichen Richtung Austritt aus dem Euro stellt. Was dann? Wäre das das
Ende der europäischen Gemeinschaftswährung? Oder gehen die
Mitgliedstaaten den historischen Schritt in eine politische Union -
mit weniger Kompetenzen für die Einzelstaaten - um den Euro zu
halten? Darüber diskutieren bei Ingrid Thurnher hochkarätige Gäste,
darunter Bestsellerautor Thilo Sarrazin ("Deutschland schafft sich
ab"), der mit "Europa braucht den Euro nicht" soeben ein neues Buch
veröffentlicht hat, und der Präsident der sozialdemokratischen
Fraktion im Europäischen Parlament, Hannes Swoboda.
"Die Griechenland-Lüge", 23.00 Uhr, ORF 2
Der ehemalige EU-Kommissar Frits Bolkestein rechnet mit der
europäischen Politik ab. Politische Romantik sei wichtiger gewesen
als ökonomische Vernunft. Ein hochrangiger Insider aus der
EU-Kontrollbehörde bestätigt: Viele hätten schon vor Jahren gewusst,
dass Griechenland nie hätte in den Euro aufgenommen werden dürfen,
doch habe niemand hören wollen.
Dutzende Milliarden sind inzwischen nach Griechenland geflossen. Doch
bei den Griechen kommt das Geld nicht an. Bürokratie und
Vetternwirtschaft sind immer noch im ganzen Land präsent. Und die
harten Auflagen der EU helfen nicht: "Das Spardiktat ist genau der
falsche Weg. Hier wird dem Land jede Chance genommen, sich wieder zu
erholen", sagt der Direktor des Hamburgischen
Weltwirtschaftsinstituts, Thomas Straubhaar.
Mit einem Sozialarbeiter waren die Reporter in den Armenvierteln
Athens unterwegs: Immer mehr Menschen verlieren ihre Jobs, verarmen,
und der Staat kann ihnen nicht helfen. Seit Beginn der Krise müssen
viele Mütter ihre Kinder ins Heim bringen, weil sie sie nicht mehr
ernähren können. Gleichzeitig zahlen die reichen Griechen noch immer
keine Steuern. Die Autoren trafen das Oberhaupt einer Reeder-Familie.
Für den Niedergang seines Landes macht der Multimillionär die
griechische Politik und die Bürokratie verantwortlich. An einen
korrupten Staat will er keine Steuern zahlen. "Oder würden Sie Ihr
Geld Al Capone geben?", fragt der Reeder.
Noch mehr Griechenland im ORF-Fernsehen
Die wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Lage in
Griechenland ist dramatisch. Besonders unter der Destabilisierung des
Staates leiden Hunderttausende Immigranten. Bryan Carters
preisgekrönte Dokumentation "Griechenland - Das offene Tor nach
Europa", die im Rahmen von "Menschen & Mächte" am Mittwoch, dem 4.
Juli, um 23.00 Uhr auf dem Programm von ORF 2 steht, folgt den
Erfahrungen eines afghanischen Asylwerbers, der beim Europäischen
Gerichtshof für Menschenrechte die Verurteilung Griechenlands
durchsetzen konnte. Gleichzeitig werden die Versäumnisse der
europäischen Staaten aufgezeigt, die dem strauchelnden Griechenland
auch noch die Lösung einer humanitären Krise aufbürden. Ebenfalls am
Mittwoch, dem 4. Juli, dokumentiert Fabian Eder in "Griechenland
blüht" um 20.15 Uhr in 3sat, dass die jungen Leute die Krise anders
wahrnehmen als es in Europa gerne propagiert wird und dass so manches
Klischee, das uns als "Wahrheit" verkauft wird, bei näherer
Betrachtung ganz anders aussieht.
Die "ZiB 2 spezial" und "im ZENTRUM" sind nach der TV-Ausstrahlung
sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at)
als Video-on-Demand und auch als Live-Stream abrufbar.
Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Michael Krause
Tel.: (01) 87878 - DW 14702
http://presse.ORF.at
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