- 15.06.2012, 11:48:00
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Darabos: Neue Antworten auf neue sicherheitspolitische Herausforderungen geben
Verteidigungsminister bei Buchpräsentation "Strategie und Sicherheit 2012" - "Wichtiger Beitrag, um sicherheitspolitisches Bewusstsein zu ändern"
Wien (OTS/SK) - Österreich nimmt in der internationalen
Sicherheitspolitik eine aktive Rolle ein, etwa durch Beteiligung an
internationalen UNO-Friedenseinsätzen. Damit das auch so bleibt,
müsse sich das Österreichische Bundesheer "ständig reformieren",
sagte Verteidigungsminister Norbert Darabos heute, Freitag,
anlässlich der Präsentation des Buches "Strategie und Sicherheit
2012. Der Gestaltungsspielraum der österreichischen
Sicherheitspolitik", einer wissenschaftlichen Publikation des
Bundesministeriums für Landesverteidigung und Sport. "Die
sicherheitspolitischen Herausforderungen haben sich in den
vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert, Stichwort
Cyberkriminalität und Terrorismus. Hierauf müssen neue Antworten
gegeben werden", betonte Darabos, der es als seine oberste Aufgabe
betrachtet, "den Reformprozess im Österreichischen Bundesheer
voranzutreiben". ****
"Österreich wird als militärischer Partner aufgrund seiner Fähigkeit
und Kompetenz international geschätzt und anerkannt", betonte der
Verteidigungsminister. 1.500 Soldaten befinden sich derzeit im
Auslandseinsatz - Österreich zeige damit überproportional viel
Engagement innerhalb der EU und der UNO. Die internationale
Anerkennung habe sich nicht zuletzt in der Einladung zum NATO-Gipfel
geäußert, strich Darabos hervor. Doch die österreichischen
Streitkräfte müssten laufend reformiert werden, um dem veränderten
sicherheitspolitischen Umfeld gerecht zu werden und weiterhin eine
hohe Reaktionsfähigkeit zu gewährleisten. So gelte es, internationale
Kooperationen zu vertiefen, das eigene Profil zu schärfen und durch
Umschichtungen Ressourcen für die Erledigung neuer, relevanter
Aufgaben zu schaffen.
Der Verteidigungsminister bedankte sich bei den Herausgebern und
Autoren des Buches Johann Pucher und Johann Frank für ihr Engagement.
Das Buch trage dazu bei, "wichtige Fragen der Sicherheitspolitik
nicht nur vor dem tagesaktuellen Hintergrund zu betrachten, sondern
wissenschaftlich aufzuarbeiten und auf eine fundierte Basis zu
stellen". Es sei wichtig, eine möglichst breite Debatte über
Österreichs Position in der internationalen Sicherheitspolitik zu
führen. "Bisher greifen die Diskussionen darüber häufig zu kurz. Ich
bin mir sicher, dieses Buch wird einen Beitrag zur Veränderung des
sicherheitspolitischen Bewusstseins leisten", betonte Darabos.
(Schuss) sc/bj
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