• 13.06.2012, 14:18:51
  • /
  • OTS0200 OTW0200

RfW-BO Amann zu Fachkräftemangel: Brauchen eine Umkehr in der verfehlten SPÖVP-Lehrlingspolitik und den Blum Bonus Neu!

"Rot-Weiß-Rot-Card oder Rekrutierungsinitiativen im Ausland, all diese Maßnahmen, die WK-Präsident Leitl anpreist, helfen für den Moment, fallen aber leider unter "Symptombekämpfung"."

Wien (OTS) - "Rot-Weiß-Rot-Card oder Rekrutierungsinitiativen im
Ausland, all diese Maßnahmen, die WK-Präsident Leitl anpreist, helfen
für den Moment, fallen aber leider unter "Symptombekämpfung". Die
"Krankheit", die den Fachkräftemangel in Österreich verursacht,
heilen sie nicht, denn die heißt: völlig verfehlte SPÖVP-Lehrlings-
und Bildungspolitik! Hier gilt es anzusetzen - und zwar vor allem mit
dem Blum Bonus Neu", so heute RfW-Bundesobmann Fritz Amann. Immerhin
habe der Blum Bonus mit einem Einsatz von rund hundert Millionen Euro
über 12.500 zusätzliche betriebliche Lehrstellen gebracht. "Und damit
nicht nur den Betrieben die nötigen Fachkräfte, sondern unseren
Jugendlichen Zukunftsperspektiven und Arbeitsplätze und dem Staat
Steuerzahler", so Amann.

Die betriebliche Lehrlingsausbildung werde von dieser Regierung,
allen voran Wirtschaftsbund-Mitglied Wirtschaftsminister
Mitterlehner, jedenfalls "kaputtgespart" - siehe Abschaffung des
"Qualitätsbonus" und der Prämie für die Schaffung neuer Lehrstellen.
Und was der ÖVP-Minister so vollmundig als "Maßnahmenpaket 2012"
anpreise, sei eine "Mogelpackung". "Coaching und Beratung für
Lehrlinge und Lehrbetriebe, eine Clearingstelle im Ministerium oder
die Förderung von Auslandspraktika sind kein Ersatz für eine
effiziente, nachhaltige Förderung der betrieblichen
Lehrlingsausbildung, sondern maximal "Kosmetik"", so Amann. Völlig
unverständlich sei auch generell die Prioritätensetzung der
Bundesregierung in der Frage der Lehrlingsausbildung. Laut
Wirtschaftsminister wurden 2011 für die betriebliche
Lehrstellenförderung 156,22 Millionen Euro aus Mitteln des
Insolvenz-Entgelt-Fonds (IEF), der im Übrigen von den Unternehmen
gespeist wird, ausbezahlt. Auf der anderen Seite seien im
Ausbildungsjahr 2010/11 in überbetriebliche Ausbildungen im Auftrag
des AMS rund 230 Millionen Euro geflossen. "ÜLAS sind aber maximal
ein Auffangnetz und dienen der Regierung überdies dazu, die Zahlen
bei der Jugendarbeitslosigkeit zu "behübschen"", so Amann

Ein ÜLA-Platz koste den Steuerzahler pro Jahrgang rund 18.000 Euro,
rund das Dreifache dessen, was ein "echter" Lehrling koste. Im
Gegensatz zu einer betrieblichen Lehrlingsausbildung, die den jungen
Menschen echte Jobperspektiven biete, werde den Jugendlichen in den
ÜLAs nur vorgegaukelt, dass sie eine echte Qualifizierung erfahren
würden. "Das sind keine Ausbildungsstätten, das sind "Wartesäle zur
Arbeitslosigkeit"", so Amann. Eine Umkehr Richtung nachhaltige
Lehrlings- und Bildungspolitik sowie eine Änderung der Prioritäten
sei daher dringend notwendig. "Darüber sollte
Wirtschaftsbund-Präsident Leitl einmal reden - es ist seine ÖVP, die
die verfehlte Politik mitzuverantworten hat, sein WB-Mitglied ist
Wirtschaftminister, sein WB-Mitglied Finanzministerin, sein
WB-Mitglied Klubobmann, sein WB-Generalsekretär
Klubobmann-Stellvertreter. Oder hat die ÖVP in der Regierung bzw. der
Wirtschaftsbund in der ÖVP überhaupt nichts mehr zu sagen?", so
Amann.

Rückfragehinweis:
RfW Österreich
Tel.: 01 / 408 25 20 -14
http://www.rfw.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | RFW

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel