- 12.06.2012, 12:31:05
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Moser: BMVIT-Berater verharmlosen erneut Gesundheitsrisiken des Mobilfunks
Grüne fordern Auflösung des Wissenschaftlichen Beirat Funks
Wien (OTS) - "Die heutige Präsentation des sogenannten
Wissenschaftlichen Beirats Funk (WBF) über Forschungen zum Thema
Mobilfunk und Gesundheit des letzten Jahres setzt das
Verharmlosungskonzert der letzten Jahre nahtlos fort. Einmal mehr
wird bestätigt, dass weder beim Zusammenhang von elektromagnetischer
Strahlung und Krebs noch bei der Beeinträchtigung des menschlichen
Erbguts wissenschaftliche Entwarnung gegeben werden kann. Trotzdem
wird im PR-Begleitkonzert auf verantwortungslose Weise verharmlost
und die Sachlage dermaßen "begradigt", dass sich die Balken biegen.
Erst vor kurzem hat die Weltgesundheitsorganisation WHO den Mobilfunk
bezüglich Krebs-Gefahr hinaufgestuft. Der WBF ignoriert dies aber.
Ein Gremium, das die Verkehrsministerin eigentlich objektiv beraten
soll, aber so tendenziös fuhrwerkt, trägt nichts zur Problemlösung
bei und ist mitsamt seinen Kosten für die SteuerzahlerInnen
überflüssig, ", unterstreicht Gabriela Moser, Telekom-Sprecherin der
Grünen.
"Ich halte es auch für unerträglich, dass im WBF Akteure prominent
tätig bleiben, die aktiv in den Skandal um angebliche
Mobilfunk-Studienfälschungen an der Medizin-Uni Wien verwickelt waren
und dabei versucht haben selbst karrieretechnisch profitieren zu
können. Wie inzwischen geklärt ist, waren das unhaltbare Vorwürfe,
die aus wenig ethischen Motiven getätigt wurden. Das ist eine
peinliche Blamage für die vorgeblichen Apostel der wissenschaftlichen
Ethik, die nun im WBF über zu wenig mutige Forschung jammern.
Bundesministerin Bures wäre gut damit beraten, den WBF abzuschaffen,
statt weiterhin zuzulassen, dass das Thema auf diese fragwürdige Art
und Weise betreut wird. Die freiwerdenden Mittel könnten in die
Entwicklung von zeitgemäßen Regelungen für vorsorglichen
Gesundheitsschutz und Anrainerrechte bei Mobilfunkanlagen, sowie in
substanzielle kritische Forschung weit besser investiert werden",
sagt Moser.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
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