• 12.06.2012, 09:18:14
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  • OTS0031 OTW0031

Viel versprochen - nichts gehalten

Bildungspolitische Lippenbekenntnisse und Unkenntnis der Grundrechnungsarten

Wien (OTS) - Wie BM Dr. Claudia Schmied in einer Pressekonferenz
am 21. Mai 2012 festgestellt hat, wurden uns wesentliche Punkte eines
neuen Dienstrechts noch nicht übergeben. Auch in der
Verhandlungsrunde auf Beamtenebene am 11. Juni 2012 hat man uns diese
unverzichtbaren Details vorenthalten, es scheint sich also wieder
einmal um ein "Geheimpapier" zu handeln.

Von Dienstgeberseite wurde den Lehrer/innengewerkschaften die
geplante Besoldungsstruktur erläutert, wobei es entgegen den
Behauptungen des Unterrichtsministeriums zu teilweise dramatischen
Verlusten in allen Lehrer/innengruppen kommen würde. Das als
attraktives Angebot darzustellen, zeugt von einer Unkenntnis der
Grundrechnungsarten in den zuständigen Ministerien.

Ohne befriedigende Antworten auf die von uns schon mehrfach
eingeforderten Punkte kann ein Gesamtpaket aber weiterhin nicht
sinnvoll diskutiert werden, weil Folgendes nach wie vor völlig
ungeklärt ist:
\x{2588} Eine gleichwertige Ausbildung für alle Pädagog/innen auf
Masterniveau. Die Berechnungen der Dienstgeberseite gehen im
Gegensatz dazu von einer Ausbildung aller Lehrer/innen auf
Bachelor-Niveau aus.
\x{2588} Eine qualitative und quantitative Beschreibung der umfassenden
Arbeit von Lehrer/innen. Die zugesagte Arbeitsplatzbeschreibung wurde
uns nicht übergeben.
\x{2588} Fachleute zur Unterstützung der Schüler/innen und zur Entlastung
von Lehrer/innen im Bereich der nicht-unterrichtlichen Tätigkeit. Ein
Konzept fehlt nach wie vor.
\x{2588} Eine umfassende Betrachtung des Systems Schule, um unser
Bildungssystem noch besser zu machen.

Wir können in dem am 3. Mai 2012 vorgelegten Entwurf eines neuen
Dienst- und Besoldungsrechts für zukünftige Lehrer/innen nach wie vor
keine Maßnahmen erkennen, die zu einer Qualitätssteigerung beitragen
könnten. Ganz im Gegenteil: Nach den heutigen Erklärungen der
Dienstgeberseite müssen wir wieder feststellen, dass es sich weder um
ein attraktives Angebot für zukünftige Junglehrer/innen noch um ein
zukunftsorientiertes Reformpaket für die Österreichische Schule
handelt.

Mit dieser Vorgangsweise werden wir uns sicher nicht einverstanden
erklären und bestehen daher weiter mit Nachdruck darauf, dass diese
wichtigen Fragen für ein qualitativ hochwertiges Bildungs- und
Schulsystem in Österreich im Sinne der Zukunft unserer Kinder geklärt
werden.

Rückfragehinweis:
Paul Kimberger
Vorsitzender der ARGE-Lehrer/innen
0664/44 54 295

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