- 12.06.2012, 09:00:35
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ÖH Salzburg trifft VertreterInnen der ESU im Rahmen des Funding Forum der EUA in Salzburg
Fragen der Hochschulfinanzierung sind nicht nur in Österreich Streitpunkt - Studiengebühren lösen Finanzierungsprobleme nicht und behindern internationale Mobilität
Salzburg (OTS) - Seit gestern findet an der Universität Salzburg
ein Kongress zur Hochschulfinanzierung des Europäischen Universitäten
Verbands (European University Association - EUA) mit rund 180
RektorInnen und HochschulexpertInnen aus ganz Europa statt. Darunter
sind auch zwei VertreterInnen des Europäischen Studierenden Verbands
(European Students' Union - ESU), dem Zusammenschluss von 45
nationalen Studierendenverbänden. Am Kongress trafen sich die
VertreterInnen der ESU und der ÖH Salzburg um die europaweit
drängenden Hochschulfinanzierungsfragen zu diskutieren.
"Im Rahmen des Kongresses zeigt sich deutlich, dass Österreich was
die öffentliche Finanzierung der Universitäten betrifft weit
abgeschlagen ist" fasst Simon Hofbauer vom ÖH-Vorsitzteam die Misere
zusammen. "Während Länder wie etwa die USA 2,7% des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) für ihre Hochschulen aufwenden, ist
Österreich von dem selbstgesteckten Ziel von 2% noch meilenweit
entfernt und liegt mit rund 1,3% des BIPs auch europaweit
abgeschlagen. Die Bundesregierung ist aufgefordert endlich einen
verbindlichen Budgetpfad zum 2%-Ziel zu formulieren", so Hofbauer
weiter.
Auch die VertreterInnen des Europäischen Studierenden Verbands
(European Students' Union - ESU) kommentieren die gegenwärtigen
Entwicklungen kritisch. "Offensichtlich versuchen europaweit immer
mehr Universitäten ihre Budgets durch Gebühren von ausländischen
Studiereden aufzufetten" kritisiert Brikena Xhomaqi, Zuständige für
Mobilität und Hochschulfinanzierung der ESU. "Wir fordern die
Gleichbehandlung aller Studierenden und erinnern daran, dass
Studiengebühren ein Hindernis für internationale Mobilität sind", so
Xhomaqi weiter.
"Leider müssen wir europaweit eine immer stärkere Abwälzung von
Kosten auf die Rücken der Studierenden beobachten, wie etwa am
traurigen Beispiel von England und Wales", warnt Rok Primozic,
Mitglied des ESU-Vorstandes. "Als Vertretung der europäischen
Studierenden haben wir die europäischen Regierungen wiederholt
aufgefordert, sich zu einer Erhöhung der staatlichen Finanzierung zu
verpflichten und Hochschulbildung als öffentliches Gut und
öffentliche Verantwortung hochzuhalten. Nicht zuletzt auf Druck der
ESU wurde diese Forderung auch im Communiqué der jüngsten
Bologna-MinisterInnenkonferenz in Bukarest festgehalten. Wir hoffen,
dass diesen Worten bald auch Taten folgen!", schließt Primozic.
Rückfragehinweis:
Simon HOFBAUER
ÖH-Vorsitzteam
0664/88663218
[email protected]
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