- 11.06.2012, 12:36:02
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Sportminister Darabos und Gesundheitsminister Stöger stellen Nationalen Aktionsplan Bewegung (NAP.b) vor
25 Ziele für mehr Bewegung - Stellungnahmen zum Aktionsplan ab sofort möglich
Wien (OTS/SK) - Sportminister Norbert Darabos und
Gesundheitsminister Alois Stöger haben heute, Montag, den Nationalen
Aktionsplan Bewegung (NAP.b) präsentiert. Ziel des NAP.b ist es,
gesunde Bewegung im Alltag der in Österreich lebenden Menschen zu
fördern. Laut Eurobarometer-Umfrage haben die Österreicherinnen und
Österreicher viel Aufholbedarf in Sachen Bewegung: Im EU-Schnitt
treiben 40 Prozent einmal pro Woche Sport, Österreich liegt mit 38
Prozent darunter. ****
Die alarmierenden Zahlen über die Sportgewohnheiten der
Österreicherinnen und Österreicher sind eingebettet in ebenso
alarmierende Zahlen über den Anstieg der Übergewichtigen,
Bewegungsmangel und immer mehr Kinder mit Stoffwechselerkrankungen.
Um dieser für Minister Darabos "beunruhigenden Entwicklung"
gegenzusteuern, wurde vor einigen Jahren von Sportministerium,
Bundes-Sportorganisation und Sportdachverbänden die Initiative "Fit
für Österreich" ins Leben gerufen, die seit 2005 ein Qualitätssiegel
für Sportangebote mit gesundheitsfördernder Wirkung vergibt. Mit der
Initiative "Kinder gesund bewegen" wurden in den letzten drei Jahren
über 5.000 Schulen und Kindergärten erreicht. "Auch in der
Sportförderung wird dem Trend zur gesundheitsorientierten Bewegung
Rechnung getragen und sieben Mio. Euro an Sportförderungsmitteln in
diesen Bereich investiert", so Darabos.
Der NAP.b wurde von Expertinnen und Experten in sechs Arbeitsgruppen,
die die Lebensbereiche der Österreicher abbilden, erarbeitet. "Wir
müssen die Menschen dort abholen, wo sie sind, also etwa in der
Schule, im Verkehr, im öffentlichen Raum. Der NAP.b enthält 25 Ziele,
angefangen von der besseren Information, der gesundheitswirksamen
Bewegung, über den Ausbau des Angebots in Sportvereinen bis hin zu
Angeboten speziell für Jugendliche und ältere Menschen", erklärte
Darabos. Zentrale Voraussetzung für die Umsetzung dieser Ziele sei
aber die gesellschaftliche Zustimmung. "Ab heute steht der NAP.b zur
öffentlichen Diskussion im Internet bereit. Alle interessierten
Bürgerinnen und Bürger sowie Institutionen können Stellung nehmen und
Vorschläge machen", sagte der Sportminister.
Gesundheitsminister Alois Stöger sagte, dass Bewegung ein wichtiger
Beitrag zu einem gesünderen Leben sei. "Die Österreicherinnen und
Österreicher bewegen sich zu wenig, aber wer sein Leben aktiv
gestaltet, hat viele Vorteile: Es gibt einen Zusammenhang zwischen
einer höheren Aktivität und einer längeren Lebenserwartung." Die
Öffentlichkeit sei eingeladen, den Konsultationsentwurf des NAP.b zu
ergänzen. "In Gesundheitsfragen braucht man bereichsübergreifende
Handlungsmaßnahmen, etwa zwischen Sport- und Gesundheitsministerium
sowie anderen Einrichtungen", sagte Stöger. Der Gesundheitsminister
bedankte sich bei Darabos und allen beteiligten Sportorganisationen,
die sich dafür einsetzen, Jung und Alt "zu mehr Bewegung zu bewegen".
Minister Stöger wies darauf hin, dass ein Fünftel aller 15-jährigen
Schülerinnen und Schüler die Bewegungsempfehlungen der
Weltgesundheitsorganisation WHO nicht einhalten. "Hier müssen wir
etwas tun; im Rahmen der Kindergesundheitsstrategie wurde diesem
Thema bereits viel Raum gegeben", sagte Stöger. "Mehr Bewegung ist
auch ein wichtiger Teil der vor kurzem vorgestellten
Rahmen-Gesundheitsziele." Besonders wichtig seien niederschwellige
Angebote, da so mehr Menschen erreicht werden können. "Wir wissen,
dass lebensstilbedingte Krankheiten ansteigen, was viel mit dem
Alltagsverhalten zu tun hat. Kreuzweh z.B. kann sehr oft mit
entsprechender Bewegung hintan gehalten werden", so der
Gesundheitsminister. "Der NAP.b leistet einen Beitrag zu mehr Chancen
auf ein gesünderes Leben."
SERVICE:
Der Entwurf des NAP.b und Möglichkeiten zur Stellungnahme finden Sie
unter www.napbewegung.at
(Schluss) bj/sc
Rückfragehinweis:
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Tel.: 01/53427-275
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