- 08.06.2012, 10:59:17
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Stopp dem Artenschwund
Artenschutzkonzepte, um das Überleben von Vogelarten im Ried zu sichern
Lauterach (OTS/VLK) - Die Biodiversität - die Vielfalt an
Ökosystemen, Arten und Genen - ist weltweit in Gefahr. Vorarlberg ist
davon nicht ausgenommen und hat als einziges Land in Österreich die
Erstellung von Roten Listen gesetzlich verankert. Mit dem Instrument
des Artenschutzkonzepts möchte das Land eine Reduktion des
Artenverlustes erzielen, erklärte Landesrat Erich Schwärzler am
Freitag, 8. Juni 2012, bei einem Besuch im Lauteracher Ried.
Neben dem Klimawandel ist der Biodiversitätsverlust als die
kritischste globale Umweltbedrohung zu sehen. "Das Aussterben
charakteristischer Tier- und Pflanzenarten ist für das natürliche
System ein Verlust, der nicht wieder wettzumachen ist. Wir sind uns
dieser Herausforderung bewusst und handeln entsprechend", sagte
Landesrat Schwärzler.
Im Auftrag des Landes Vorarlberg haben Experten des
Naturschutzbundes Artenschutzkonzepte für drei stark gefährdete
Vogelarten erstellt - für den Kiebitz, die Bekassine und den Großen
Brachvogel. Diese Bodenbrüter sind typische Bewohner der
Riedlandschaften, die ganz maßgeblich den Charakter des Vorarlberger
Rheintales prägen.
Landesrat Schwärzler: "Vorarlberg trägt hier eine große
Verantwortung. Die Riedgebiete im unteren Rheintal sind das
wichtigste Wiesenbrütergebiet im Bodenseeraum, für Bekassine und
Großen Brachvogel sind sie sogar das einzige." Erste Erfolge konnten
bereits durch das 1999 mit Förderung aus dem Naturschutzfonds des
Landes gestartete Wiesenbrüterprojekt erzielt werden. Am Beispiel
Kiebitz zeigte sich, wie mit gezielten Förderungen eine Art
erfolgreich in der Region erhalten werden kann.
Mit den Artenschutzkonzepten seien wichtige Grundlagen geschaffen,
die Umsetzung könne aber nur gemeinsam gelingen, so Landesrat
Schwärzler. Neben Gemeinden, Gebietsbetreuern, Behörden, Landwirten,
Jägern und anderen Nutzern können jede und jeder Einzelne dazu
beitragen. Schwärzlers Appell: "Bleiben Sie in den Riedgebieten,
insbesondere während der Brutzeit, auf den Wegen und nehmen Sie Ihren
Hund an die Leine."
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