- 08.06.2012, 09:30:31
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ÖLI-UG zur Verschiebung der Zentralmatura: Es geht um die SchülerInnen der 6. Klassen AHS!
Unabhängige GewerkschafterInnen fordern von Schmied rasche Information der von Verschiebung betroffenen SchülerInnen und LehrerInnen!
Wien (OTS) - "Die Verschiebung der Matura auf 2015 bedeutet für
die SchülerInnen der 6. Klassen und ihre LehrerInnen, dass ein Jahr
Vorbereitung auf die vorwissenschaftliche Arbeit, auf
kompetenzorientierte, standardisierte Klausuren und auf freie Wahl
von mündlichen Maturafächern entwertet wird. Seit Montag soll 2014
alles anders werden - so, wie es zwar die LehrerInnen gewohnt sind,
allerdings auch so, wie es die SchülerInnen der 6. Klassen aber nur
mehr vom Hörensagen kennen: Fachbereichsarbeiten für wenige,
Ausarbeitung von Spezialgebieten zu den 3 bis 4 Fächern der
mündlichen Prüfung für alle, an der Schule zusammengestellte
Klausuraufgaben," kritisiert Reinhart Sellner, AHS-Lehrer,
Personalvertreter der ÖLI-UG und UGöD-Vorsitzender.
Die Medien berichteten auch darüber , dass es trotz Verschiebung
auf 2015 an jeder AHS weiterhin die Möglichkeit geben soll, am
vorbereiteten und ursprünglich geplanten Termin 2014 festzuhalten und
die Matura als Ganzes oder teilweise als standardisierte,
kompetenzorientierte Reifeprüfung durchzuführen. Allerdings nur dann,
wenn es der Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) beschließt.
Utl.: Rechtsverbindliche Entscheidungsgrundlagen
Die ÖLI-UG fordert vom BMUKK und den
Landesschulräten/Stadtschulrat als Sofortmaßnahmen die verbindliche
Information über die bevorstehende Verschiebung und ebenso über die
angekündigte Alternative einer Weiterführung der in den eben zu Ende
gehenden 6. Klassen begonnene Arbeit für die neue Reifeprüfung.
Sellner: "Im Herbst müssen diese SchülerInnen wissen, ob sie
vorwissenschaftliche Arbeiten einreichen sollen. Die SchulleiterInnen
und Lehrerinnen müssen wiederum wissen, ob sie in den
Lehrfächerverteilungen 2012/13 die geplanten Einführungskurse ins
vorwissenschaftliche Arbeiten ('Matura neu') durch Wahlpflichtfächer
für die vertiefende mündliche 'Matura alt' ersetzen müssen."
Utl.: Mitwirkungsrecht der betroffenen SchülerInnen, LehrerInnen und
Eltern
Schulen und Schulleitungen brauchen dringend verbindliche
Empfehlungen für die Entscheidungsfindung und klar definierte
Mitwirkungsrechte für die betroffenen SchülerInnen, LehrerInnen und
Eltern der 6. Klasse: Die Schulleitungen sollten auf Wunsch der
Betroffenen dafür zu sorgen, dass der Schulgemeinschaftsausschuss
(SGA) tätig wird und die Meinungen und das Votum der 6. Klassen als
Entscheidungsgrundlage nützt. Denn ohne SGA-Beschluss würden die
alten Maturabestimmungen für die 6. Klassen automatisch verbindlich
werden.
Die FunktionärInnen der SchülerInnen-, Eltern- und
LehrerInnenvertretungen haben die Ministerin überzeugt.
Bildungssprecher Elmar Mayer für die SPÖ und Werner Amon für die ÖVP
haben zugesagt, dass die generelle Einführung der neuen Reifeprüfung
für die AHS auf 2015 verschoben wird. "Die standortbezogene
Entscheidung über Verschieben oder Weiterarbeiten müssen die Schulen
noch vor dem Sommer treffen, denn die Entscheidung darüber hat
Auswirkungen auf Stundenpläne, Lehrfächerverteilungen und die
LehrerInnenbeschäftigung im kommenden Schuljahr. Wir erwarten von der
Unterrichtsministerin dahingehend rasches Handeln, denn die Schulen
brauchen verlässliche Informationen - jetzt!", schließt der
unabhängige LehrerInnengewerkschafter.
Rückfragehinweis:
Reinhart Sellner, Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GÖD,
Tel: 0676 / 343 75 21
e-mail: [email protected]
Internet: www.oeli-ug.at, www.ugoed.at
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